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Karl Lagerfelds neues Haustier:Sag' es durch die Katze

Die neue Muse von Karl Lagerfeld ist weiß und plüschig: Siamkatze Choupette. 12.000 Menschen folgen ihr schon bei Twitter - wo das exzentrische Haustier gegen Promis die Krallen ausfährt. Der Modezar scheint sein tierisches Alter Ego gefunden zu haben.

choupette

Sie ist die berühmteste Katze der Welt - das sagt zumindest Modezar Karl Lagerfeld über seine Choupette. Wenn es nicht gerade twittert, lässt sich das Haustier von seinen beiden Dienstmädchen verwöhnen. 

(Foto: Getty/Twitter/Süddeutsche.de)

Karl Lagerfeld hat eine spitze Zunge, niemand ist vor ihm sicher. "Ich mag ihr Gesicht nicht", sagte der deutsche Modezar jüngst über Pippa Middleton, Sängerin Adele ist ihm "ein bisschen zu fett". Von Topmodel Heidi Klum hat er nach eigener Aussage noch nie etwas gehört: "Die war nie in Paris, die kennen wir nicht." Bei seinen Lästerattacken bekommt Deutschlands bekanntester Modedesigner jetzt Unterstützung - von seiner Katze Choupette.

Die ist zwar erst knapp ein Jahr alt und sieht mit ihrem weißen, flauschigen Fell herzallerliebst aus, doch sollte man die kleine Miezekatze nicht unterschätzen. Auf der Internetplattform Twitter teilt sie in ihrem Online-Tagebuch "Choupettes Diary" kräftig aus. Ihr jüngster Eintrag: "I have my eye on you Katy Perry...you hurt daddy #1 & the claws come out." ("Ich habe ein Auge auf dich, Katy Perry. Ich fahre die Krallen aus, wenn du Daddy Nummer eins verletzt.")

Addressiert ist die (wohl nicht ganz ernst gemeinte) Drohung an die US-Sängerin Katy Perry, die eine Affäre mit Lagerfeld Muse Baptiste Giabiconi hat, gestern aber mit Hollywood-Womanizer John Mayer erwischt wurde. Siamkatze Choupette (was soviel wie Schnuckilein oder Schätzchen bedeutet) lebt zwar momentan im Lagerfeldschen Anwesen, verbrachte aber ihre ersten Lebensmonate als Hauskatze von Baptiste Giabiconi - daher der Beschützerinstinkt des Vierbeiners.

Giabiconi, das derzeit erfolgreichste Männermodel der Welt, bat Karl Lagerfeld (zu dem er in einer Vater-Sohn-Beziehung steht) im vergangenen Januar zwei Wochen auf das Katzenkind aufzupassen. Der Chanel-Modeschöpfer rückte den kleinen Stubentiger nach dieser Zeit nicht mehr heraus: "Sie war einfach zu süß", begründet er.

"Ich sonne mich in eurem Neid"

Nach Claudia Schiffer und Baptiste Giabiconi hat der (vermutlich) 78-Jährige damit eine neue Muse gefunden. Diese fühle sich in den sozialen Netzwerken heimisch und spiele am liebsten mit dem iPad, erzählt Monsieur Karl und zeigt stolz das Foto seiner neuen Begleiterin, die mit den Vorderpfoten auf einem Apple-Tablet-PC steht. Das Köpfchen hat sie geneigt, die Öhrchen sind aufmerksam nach vorne gerichtet.

Mehr als 12.000 Menschen folgen dem weißen Wollknäuel mittlerweile auf Twitter, Claudia Schiffer hat keinen eigenen Twitter-Account. Die laut Lagerfelds Aussage berühmteste Katze der Welt kommt natürlich nicht ohne Starallüren aus: "In my nine months I have pawed at more Chanel than most women will see in a lifetime. I bask in your envy", ("Mit meinen neun Monaten habe ich mehr Chanel betatscht, als einige Frauen in ihrem ganzen Leben sehen werden. Ich sonne mich in eurem Neid"), ließ das Kätzchen verlauten.

"Sie ist mehr als nur verwöhnt", gesteht Lagerfeld in einem Interview mit dem Modeportal WWD. So darf die Hauskatze mittags und abends mit ihrem Besitzer am Tisch speisen. "Sie hasst es, allein auf dem Boden zu essen", erklärt der Designer. Standesgemäß schläft Choupette unter einem Kopfkissen im Bett. Sie wird rund um die Uhr von zwei Dienstmädchen betreut. Auf Twitter kommen auch die nicht gut weg, in einem Eintrag schreibt Choupette, dass ihr Personal "sinnlos und leicht zu manipulieren" sei.

Damit sich die kleine Diva ihre weißen Pfoten nicht schmutzig machen muss, führen die Hausmädchen auch Tagebuch über alle Dinge, die Choupette in Lagerfelds Pariser Luxuswohnung so treibt, wenn der Herr des Hauses auf Reisen ist.

"Sie notieren, was sie gemacht hat, was sie gegessen hat, wie sie sich benommen hat und ob sie geschlafen hat", kommentiert Karl Lagerfeld. Dass sie zum Beispiel "einen langen Schönheitsschlaf gehalten und sich den Nachmittag mit Staub-Jagen" versüßt hat, ist in den Aufzeichnen zu lesen. Der Modezar ist von seinem Haustier begeistert: "Wir haben jetzt schon 600 Seiten Katzentagebuch. Es wäre bestimmt lustig, ein Buch daraus zu machen." Choupette wirbelt in Zukunft wohl noch einiges an Staub auf.