Boateng-Prozess:Szenen einer toxischen Beziehung

Boateng-Prozess: Jérôme Boateng im Amtsgericht München: "Ich habe sie geschubst, aber nicht doll"

Jérôme Boateng im Amtsgericht München: "Ich habe sie geschubst, aber nicht doll"

(Foto: CHRISTOF STACHE/AFP)

Jérôme Boateng muss 1,8 Millionen Euro zahlen, weil er seiner früheren Freundin einen Faustschlag versetzt hat. Bei dem Prozess in München schildern beide ihre schwierige Beziehung - widersprechen sich ansonsten aber grundlegend.

Von Jana Stegemann

Zu Beginn des zehnstündigen Prozesses um kurz nach zehn Uhr morgens will der Verteidiger eine Sache klarstellen: "Wir sind bemüht, keine dreckige Wäsche zu waschen", sagt Kai Walden, "aber Herr Boateng wird etwas ausholen." Auf der Anklagebank neben ihm sitzt der frühere FC-Bayern-Spieler - dunkelblauer Anzug, weißes Hemd, goldene Brille - und nickt. Jérôme Boateng lehnt sich im Stuhl zurück, hat die Hände auf dem Schoß gefaltet.

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