bedeckt München 26°
vgwortpixel

Flut in Indonesien:Mindestens 21 Tote durch Überschwemmungen in Jakarta

Members of a rescue team prepare an inflatable boat to evacuate locals as floods hit the Jatinegara area after heavy rains in Jakarta

Heftige Regenfälle haben zu den Überschwemmungen in der indonesischen Hauptstadt Jakarta geführt.

(Foto: REUTERS)
  • Nach stundenlangen, heftigen Regenfällen sind Jakarta und seine Satellitenstädte am Neujahrestag überschwemmt worden.
  • Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie Menschen auf den Dächern auf ihre Rettung warteten.
  • Entspannung ist nicht in Sicht, für die kommenden Tage wird noch mehr Monsunregen erwartet.

Mindestens 21 Menschen sind am Neujahrstag in und rund um die indonesische Hauptstadt Jakarta durch Hochwasser ums Leben gekommen. Nach stundenlangen, heftigen Regenfällen seien Teile Jakartas und seiner Satellitenstädte am Mittwoch überschwemmt worden, teilte die Katastrophenschutzbehörde mit. Dabei seien Häuser unter Wasser gesetzt und Autos weggespült worden. Einige der Opfer seien durch Stromschläge getötet worden. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie Menschen auf den Dächern auf ihre Rettung warteten. In der Regenzeit kommt es häufig zu Überschwemmungen und Erdrutschen in Indonesien.

Der Inlandsflughafen Halim Perdanakusuma wurde geschlossen. Die Wassermassen hätten die Landebahn geflutet, sagte die Generaldirektorin der Luftfahrtbehörde. Tausende Fluggäste seien betroffen.

Weiterer Regen erwartet

Etwa 120 000 Rettungskräfte waren nach Angaben des Gouverneurs von Jakarta, Anies Baswedan, im Einsatz, um bei den Räumungen zu helfen. Außerdem installierten sie Wasserpumpen. Für die kommenden Tage wurde mehr Regen erwartet. Die Behörden warnten zudem vor weiteren möglichen Überschwemmungen bis April; erst dann endet die Regenzeit.

Die Überschwemmungen warfen auch ein Schlaglicht auf die Infrastrukturprobleme Indonesiens, das Investoren aus dem Ausland für sich gewinnen will. In Jakarta - die Stadt hat zehn Millionen Einwohner, die Metropolregion 30 Millionen - kommt es häufig zu Erdbeben und Überschwemmungen. Außerdem sinkt die Stadt Jahr für Jahr ab, weil Grundwasser illegal abgezapft wird. Im August hat Präsident Joko Widodo angekündigt, dass die Hauptstadt in die Provinz Ost-Kalimantan auf der Insel Borneo verlegt wird.

© SZ.de/ap/mxm/dpa/thba/afis

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite