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Lockdown und Gewalt:Niemand bekam die Kinder zu sehen

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Während der ersten Corona-Welle im Frühjahr waren Spielplätze und Kitas geschlossen. Studien legen nahe, dass die Zahl der Kinder gestiegen ist, die zu Hause Opfer von Gewalt geworden sind.

(Foto: Cavan Images/Imago Images)

Der fünf Jahre alte Fabio soll vom Freund seiner Mutter getötet worden sein. Sein Fall zeigt, wie gefährlich es sein kann, wenn im Lockdown die Kitas schließen - und keine Erzieherin mehr hinschaut.

Von Arne Hell und Lena Kampf, Köln

Als Fabio S. am 21. April starb, war seine Mutter gerade beim Dealer. Sie kaufte Marihuana für ihren Lebensgefährten, der währenddessen auf den Fünfjährigen einprügelt haben soll. Ihr Sohn sei aus dem Hochbett gefallen, behauptete die Mutter, doch die Wunden passten nicht zu ihrer Schilderung: "Ausgedehnte, mehrfache, äußere stumpfe Gewalt gegen Kopf und Rumpf", ausgeschlagene Zähne, sogar Bissspuren wurden später am Körper des Kindes festgestellt. Einige Verletzungen waren älter, teilweise lagen sie einige Wochen zurück.

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