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Britisches Königshaus:Prinz Philip erneut in Klinik

Prinz Philip, Gatte von Königin Elisabeth II., liegt zum dritten Mal innerhalb eines Jahres im Krankenhaus. Wie schon im Juni ist der 91-Jährige an einer Blaseninfektion erkrankt.

Prinz Philip, der Mann der britischen Königin Elisabeth II., ist erneut mit einer Blaseninfektion ins Krankenhaus gebracht worden. Auf Anraten seines Arztes verließ der 91-jährige Herzog von Edinburgh das königliche Schloss Balmoral in Schottland und suchte eine Klinik in Aberdeen auf. Wie der Buckingham Palast in London mitteilte, wird er dort einige Tage zur Behandlung und Beobachtung bleiben.

Duke of Edinburgh taken to hospital

Zum dritten Mal innerhalb eines Jahres liegt Prinz Philip, der Gatte von Königin Elisabeth II., im Krankenhaus.

(Foto: dpa)

Philip war im Juni schon einmal wegen einer Blaseninfektion fünf Tage im Krankenhaus behandelt worden. Zuvor hatte der Prinz während einer Schiffsparade zur Feier des 60. Thronjubiläums der Königin mehrere Stunden bei Regen und Kälte auf der Themse verbracht.

Bereits kurz nach dem Klinikaufenthalt nahm er seine repräsentativen Aufgaben jedoch wieder wahr. So war er Ende Juli bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Sommerspiele in London anwesend und besuchte zudem mehrere Sportwettbewerbe. Zuletzt stattete er am Montag der Isle of Wight einen Besuch ab.

Pflichtbewusster Royal

Auch nach seiner Notoperation am Herzen vergangene Weihnachten war der Herzog von Edinburgh schnell wieder auf den Beinen. Lediglich vier Tage verbrachte Philip im Krankenhaus und zeigte sich nicht einmal eine Woche nach dem Eingriff wieder in der Öffentlichkeit - sichtbar gut gelaunt.

Bis ins hohe Alter erfreute sich der Prinz einer robusten Gesundheit. In den vergangenen Jahren wirkte er allerdings zunehmend gebrechlicher. Als er 90 Jahre alt wurde, kündigte er an, sich künftig etwas einzuschränken.

Der 91-Jährige, der für seinen speziellen Humor, aber auch für teils ausfallende Bemerkungen bekannt ist, macht wenig Aufhebens um seine eigene Person. Als Prinz von Griechenland und Dänemark geboren, verließ Philip noch als Baby mit seiner Familie das politisch unruhige Griechenland. Während des Zweiten Weltkriegs diente er als Offizier in der britischen Marine.

Bereits 1939 traf er die damalige Prinzessin Elisabeth, doch erst 1947 heirateten die beiden. Als Elisabeth 1952 nach dem Tod ihres Vaters König George VI. den Thron bestieg, gab Philip seine Marinekarriere auf und widmete sich fortan ganz der Unterstützung seiner Ehefrau, der Königin.

© Süddeutsche.de/dapd/AFP/jobr/jst

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