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Barack und Michelle Obama:Das neue Leben der Obamas

Das neue Zuhause der Obamas: Eine Villa in Washingtons Nobelvorort Kalorama (acht Schlafzimmer, neuneinhalb Badezimmer).

(Foto: Andrew Harnik/AP)

Was machen Barack und Michelle Obama jetzt eigentlich? Sie sind umgezogen, gehen im Dunkeln zum Sport - und wenn sie sich Kaffee holen, kommt es zum Verkehrskollaps.

Von Sacha Batthyany, Washington

Wenige Minuten nach der offiziellen Amtseinführung von Donald Trump Ende Januar stieg das Ehepaar Obama in einen Helikopter und flog in den grau-kalten Himmel über Washington. Erst verbrachten die Obamas ein paar Tage in Palm Springs, später sah man die beiden auf Fotos in Flip-Flops auf einer Karibikinsel, während zu Hause in den USA Millionen Menschen mit rosa Mützen auf die Straße gingen, gegen Trump.

Inzwischen haben die Proteste abgenommen, Donald Trump hinter dem Schreibtisch im Oval Office zu sehen wird immer alltäglicher. Und die Obamas? Was kommt, wenn man einmal der mächtigste Mann der Welt war?

"Spaß", so banal beantwortete das Magazin Vanity Fair die Frage neulich, die Amerikaner hätten ihren ehemaligen Commander-in-Chief ja noch nie so lachen gesehen, so entspannt und frei. Trumps Beliebtheitswerte rutschen in den Keller, bei dessen Vorgänger aber ist das Gegenteil der Fall. Er hat schon einen neuen Beinamen: Manche nennen ihn den "heiligen Obama". Als sich der ehemalige Präsident Ende Februar in New York einen Starbucks-Kaffee holte, brach der Verkehr zusammen und die Menschen jubelten.

Nicht wenige werden sich im liberalen Manhattan gewünscht haben, Obama möge doch zurückkommen - was natürlich ausgeschlossen ist, erst recht, seit seine Frau Michelle verkündete, sie werde sich ganz sicher nie um ein politisches Amt bemühen. Stattdessen freue sie sich auf simple Sachen wie Spaziergänge und Autofahrten übers Land.

Neulich wurde Michelle Obama abgelichtet, als sie mitten in der Hauptstadt aus einer Filiale von Soulcycle kam, einem Fitnessladen, in dem man sich im Dunkeln die Seele aus dem Leib radelt. Unter dem Foto der "verschwitzten Michelle", das in den sozialen Medien die Runde machte, stand: "Sie ist eine von uns", aber das stimmt nicht ganz.

Die Obamas haben zwar immer damit kokettiert, eine ganz normale Familie zu sein, aber sie waren es doch nie. Beiden, Michelle und Barack, wird ihr Leben lang ein Leibwächter zur Seite stehen. Wie jeder Präsident erhält Barack Obama eine Jahrespension von 205 700 Dollar, dazu kommen mehrere Hunderttausend Dollar an staatlichen Zuschüssen pro Jahr für sein Büro und seine Angestellten. Ende Februar wurde bekannt, dass sowohl Barack wie Michelle Obama Millionenverträge mit dem Buchverlag Penguin Random House unterzeichnet hätten, mit denen sie, schreibt die New York Times, "für die nächsten Jahre ausgesorgt haben", was ein kleines bisschen untertrieben ist.

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