Konservative Jugend in Geretsried Mit Verpflichtung

"Ein Commitment": Für die JU engagieren sich Schriftführer Daniel Totzauer, Sprecherin Sabrina Lorenz und Sprecher Alexander Totzauer.

(Foto: Harry Wolfsbauer)

Vier Geretsrieder gründen einen neuen JU-Ortsverband mit Alexander Totzauer an der Spitze. Kreissprecher Ofenbeck kritisiert Freitagsdemos.

Von Felicitas Amler

Die CSU hat wieder eine Jugendvertretung in der Stadt Geretsried. Am Mittwochabend haben vier wahlberechtigte Geretsrieder die Junge Union (JU) wiedergegründet, nachdem sie vor zwei Jahren eingeschlafen und dann förmlich aufgelöst worden war. Der 20-jährige Betriebswirtschaftsstudent Alexander Totzauer wurde einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Seine erklärten Ziele sind Versammlungen mit Blick auf die Europa- und die Kommunalwahl, Besuche des monatlichen CSU-Stammtischs ("Da sollten wir immer mit zwei, drei Leuten aufkreuzen") und gemeinsame Veranstaltungen mit der Wolfratshauser JU. Er kündigte an, eine JU-Internetseite und eine Whatsapp-Gruppe einzurichten.

Die Gründung in Geretsried wurde vom CSU-Ortsvorsitzenden Ewald Kailberth und der stellvertretenden Kreisvorsitzenden Sabine Lorenz begleitet. Beide sind auch Stadträte. Um die Verbindung von der JU zur Mutterpartei zu stärken, wählten die Anwesenden Kailberth und Lorenz zu Kassenprüfern.

Angestoßen hatte die Neugründung der JU-Kreisvorsitzende Andreas Ofenbeck. Er sagte, es wäre wünschenswert, dass sich mehr junge Leute politisch engagierten, und verwies kritisch auf die Freitagsdemonstrationen von Schülern zum Klima-Protest. Ofenbeck, selbst Gymnasiallehrer für Englisch, Geschichte und Sozialkunde, sagte: "Da rumpeln Schüler gern hin, um die Schule zu schwänzen." Er sei gegen solch "puren Aktionismus", denn am Wochenende sei denselben Leuten "alles wieder wurscht". Dass die Junge Union sich in Geretsried wieder aufbaue, sei dagegen "ein Commitment", sagte er, also eine Verpflichtung.

Kailberth und Lorenz sicherten den jungen Leuten ihre Unterstützung zu, der CSU-Ortsvorsitzende betonte, dass auch die CSU die Jungen brauche. Lorenz sagte, beim Volksbegehren "Rettet die Bienen" würden "junge Menschen instrumentalisiert"; es werde da "viel Desinformation" betrieben. Sie appellierte an die Versammelten: "Plappert's nicht nur nach, was jemand vorsagt." Im Übrigen finde sie es "klasse, dass auch Mädels dabei sind", denn die Menschheit bestehe nun mal zur Hälfte aus Frauen.

Eines der "Mädels" ist Lorenz' 18-jährige Tochter Sabrina, Schülersprecherin am Gymnasium Geretsried und Jugendrätin. Sie wurde zur stellvertretenden JU-Vorsitzenden gewählt. Schatzmeister ist der Student Julian Meyer, Schriftführer der 16-jährige Auszubildende Daniel Totzauer.