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Kommunalwahl in Bad Tölz-Wolfratshausen:Stichwahl in Icking

Kommunalwahl 2020

In Icking ist die Wahl noch nicht beendet.

(Foto: Hartmut Pöstges)

Verena Reithmann tritt gegen Laura von Beckerath-Leismüller an.

In Icking gehen Verena Reithmann von der Unabhängigen Bürgerliste Icking (UBI) und Laura von Beckerath-Leismüller von den Grünen in die Stichwahl. Reithmann landete mit 41,59 Prozent (856 Stimmen) deutlich auf Platz eins, gefolgt von Beckerath-Leismüller mit 30,42 Prozent (626 Stimmen). Die beiden anderen Kandidatinnen scheiden aus dem Rennen aus. Cornelia Zechmeister, die von der Parteifreien Wählergemeinschaft (PWG) unterstützt wird, schaffte es auf 20,6 Prozent (424 Stimmen). Beatrice Wagner (SPD) erzielte 7,39 Prozent (152 Stimmen). Die Wahlbeteiligung lag bei 72,58 Prozent. Von 2877 wahlberechtigten Ickingern haben 2088 eine gültige Stimme abgegeben.

Verena Reithmann freute sich über ihren Etappensieg und erklärte, bis zur Stichwahl in zwei Wochen "einiges an Arbeit" vor sich zu haben, um den Wählern deutlich zu machen, "dass die UBI auch für Veränderung steht". Dafür will sie in Zeiten von Corona auf "Gartenzaungespräche" setzen. Beckerath-Leismüller buchte das Ergebnis als Riesenerfolg für die Grünen. "Auf Anhieb gut ein Drittel der Stimmen, das macht mich stolz." Sie hofft, dass es in zwei Wochen "noch besser läuft". Wahlverliererin Zechmeister nahm das Ergebnis sportlich: "Die Tendenz ist halt, eine Einheimische zu wählen", sagte die Ickinger Bauamtsleiterin, die in Pullach wohnt. Dass die Plakatschändungen im Wahlkampf einen Einfluss auf das Resultat hatten, hält sie für ausgeschlossen. Dagegen bedankte sie sich explizit bei ihren Gegenkandidatinnen für deren Solidarität.

Verena Reithmann erzielte 41,6 Prozent der Stimmen.

(Foto: Harry Wolfsbauer)

Schlusslicht Beatrice Wagner war tief enttäuscht. "Mit diesem mageren Ergebnis habe ich nicht gerechnet", sagte die SPD-Kandidatin. Sie habe gehofft, über eine Persönlichkeitswahl mehr Stimmen zu holen, wenn schon ihre Partei zur Zeit schlecht abschneide.

Laura von Beckerath-Leismüller holte ein Drittel der Stimmen.

(Foto: Harry Wolfsbauer)

Aufgeben will sie dennoch nicht: "Vielleicht klappt's noch mit dem Gemeinderat, mit der politischen Arbeit mach ich trotzdem weiter."

© SZ vom 16.03.2020

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