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Kommunalwahl 2020:"Gute Mixtur" für den Stadtrat

Kommunalwahl 2020

Neun Frauen, viele Alters- und Berufsgruppen: Die Kandidaten der Bürgervereinigung um Klaus Heilinglechner (vorne Mitte).

(Foto: Hartmut Pöstges)

Die Bürgervereinigung Wolfratshausen stellt ihre Liste für die Kommunalwahl auf.

Im Schnelldurchlauf und dementsprechend ohne konkrete inhaltliche Akzente hat die Bürgervereinigung Wolfratshausen (BVW) ihre Kandidatenliste für die Kommunalwahl im März 2020 aufgestellt. 40 stimmberechtigte Mitglieder der Gruppierung segneten im überfüllten Nebenraum der Flößerei die fertig zusammengestellte Liste per Akklamation en bloc ab, große Überraschungen gab es bei der von Fritz Koch geleiteten Versammlung nicht. Ein bekanntes Gesicht fehlt diesmal allerdings: Wirtschaftsreferent und Ex-Bürgermeister Helmut Forster hat sich mittlerweile der neuen "Wolfratshauser Liste" zugewandt, der jetzt auch die beiden Stadträte Manfred Fleischer und Richard Kugler angehören.

Auf dem ersten Platz der BVW-Liste rangiert Bürgermeister Klaus Heilinglechner, der sich um das Amt des Ratsoberhauptes wieder bewirbt, bis zu Position fünf sind die amtierenden Stadträte Ulrike Krischke, Josef Praller, Kathrin Kugler (Jugendreferentin) und Markus Höft notiert. Mit Engelbert Stapf und Ursula Strobl folgen zwei neue Kandidaten, erstmals taucht auf Rang acht der BVW-Vorsitzende Thomas Eichberger auf. Chancen können sich schließlich noch die beiden Ratsmitglieder Maximilian Schwarz (Sportreferent) und Helmuth Holzheu (Dritter Bürgermeister, bisher freies Mitglied der CSU-Fraktion) ausrechnen, zumindest für den Fall, dass die BVW bei den nächsten Wahlen mehr als die jetzt dem Stadtrat angehörenden acht Mitglieder durchbringt. Peter Ley ist auf den zwölften Platz abgerutscht, Schlusslicht auf der Liste ist Stadtrat Walter Daffner (Platz 24). Nur neun Frauen sind auf der Liste der BVW vertreten. Andere Gruppierungen könnten sich diesbezüglich aber trotzdem "eine Scheibe abschneiden", stellte Heilinglechner fest.

Man habe die Liste "nach bestem Wissen und Gewissen" zusammengestellt, erklärte Eichberger, es sei "viel Fingerspitzengefühl" dafür nötig gewesen. Die Zahl der Frauen habe sich verdoppelt, auch mit Blick auf Alter, Erfahrung und frische Kräfte habe man eine gute Mixtur gefunden. Die Liste bilde nicht zuletzt die verschiedensten Berufsgruppen ab. Eichberger räumte ein, dass Bürgermeister Heilinglechner in seiner Amtszeit "auch Fehler gemacht" habe, doch habe er auch daraus gelernt. An die Bewerber für ein Stadtratsmandat appellierte der BVW-Vorsitzende, weiterhin die interfraktionelle Zusammenarbeit zu pflegen, fair zu bleiben und sich nicht mehr, wie zuletzt, "auf Nebenkriegsschauplätzen" aufzuhalten.

Klaus Heilinglechner selbst zeigte sich "geradezu überwältigt" vom Andrang auf die Nominierungsversammlung, das mache ihn "ganz nervös und sprachlos". Er klebe nicht an seinem Amt, es gebe aber "noch viele Projekte", die er gerne mit umsetzen wolle. Bis dahin sei es noch "ein langer Weg", und dafür müsse man jetzt die Weichen stellen. Wichtig sei es vor allem, den "extremen Mangel an Kurzzeitpflegeplätzen" für Senioren n den Griff zu bekommen. Als "wichtigen Meilenstein" bezeichnete Heilinglechner die unlängst veranstaltete Klausur zur interkommunalen Zusammenarbeit mit Geretsried. Denn nur gemeinsam könnten die beiden Städte die Aufgaben bei Infrastrukturthemen stemmen. Konkrete Beispiele für sein persönliches Engagement nannte der 52-Jährige darüber hinaus nicht, "jeder kennt ja die Themen". Heilinglechner erhielt als Bürgermeisterkandidat 37 von 40 Stimmen bei einer Enthaltung.

Die BVW-Liste: 1.Klaus Heilinglechner; 2. Ulrike Krischke; 3. Josef Praller; 4.Kathrin Kugler; 5. Markus Höft; 6. Engelbert Stapf; 7. Ursula Strobl; 8. Thomas Eichberger; 9. Maximilian Schwarz; 10. Helmuth Holzheu; 11. Barbara Unterberger; 12. Peter Ley; 13. Barbara Korseska; 14. Michael Baindl; 15. Sabine Weickmann; 16. Stefan Strobl; 17. Claudia Sappl; 18. René Stuber; 19. Myriam Kalipke; 20. Michael Ballon; 21. Frank Marx; 22. Karin Wandinger; 23. Richard Ott; 24. Walter Daffner. Ersatzkandidaten: Fritz Koch, Michael Winterholler, Andreas Kieslinger