Wegen Bauarbeiten:Kochelsee wird abgesenkt

Wegen Bauarbeiten: Der Pegel des Kochelsees wird wegen Bauarbeiten sechs Wochen lang auf Minimalniveau abgesenkt.

Der Pegel des Kochelsees wird wegen Bauarbeiten sechs Wochen lang auf Minimalniveau abgesenkt.

(Foto: Manfred Neubauer)

Die Uniper Kraftwerke GmbH sanieren sechs Wochen die Steinschwelle am Auslauf des Sees. Dabei werden auch Hubschrauber und Spezialbagger eingesetzt.

Von Klaus Schieder, Kochel am See

Der Kochelsee wird sechs Wochen lang ein ziemlich ungewohntes Bild abgeben. Die Uniper Kraftwerke GmbH, die das Walchenseekraftwerk betreiben, senken das Gewässer auf Minimalniveau ab. Der Grund dafür ist, dass die Steinschwelle saniert werden muss, über die der Auslauf des Sees gesteuert werden kann. "Die Kraft des Wassers, die in Wasserkraftwerken Turbinen antreibt und so für erneuerbaren Strom sorgt, hat dem Steinsatz am Auslauf des Kochelsees seit seiner Errichtung vor über 100 Jahren zugesetzt und Erosionen verursacht", erklärt Uniper-Pressesprecher Theodorus Reumschüssel.

Die Steinschwelle ist rund 50 Meter lang und ebenso 50 Meter breit. Sie muss erneuert werden, damit der Wasserspiegel des Kochelsees auch weiter über diesen Auslauf direkt in die Loisach, sowie über den mit einer Schleuse kontrollierten Auslauf gleich daneben in den Loisach-Umgehungskanal verlässlich gesteuert werden kann.

Die Arbeiten finden unterhalb und neben der Steinschwelle statt. Und sie sind reichlich aufwendig: Um das Material wie Wasserbausteine und Kies heranzuschaffen, wird eigens eine Kieszufahrt von der Insel zwischen den beiden Ausläufen errichtet, die von Lastwagen befahren werden kann. "An drei Tagen während der Bauzeit werden auch Wasserbausteine, Kiesmaterial und Faschinen auch über die Luft per Hubschrauber angeliefert, um den Bereich neben der Steinschwelle zu sanieren", teilt Reumschüssel mit.

Die Feinarbeiten der Platzierung im Auslauf und neben der Steinschwelle übernehmen speziell ausgestattete Bagger, wie der Uniper-Sprecher ausführt. Die Zufahrt werde danach aufgelockert, der Kies unterhalb der Steinschwelle in der Loisach verteilt. "Dadurch wird der Geschiebetransport der Loisach unterstützt."

Bei der Baumaßnahme, die von Anfang Februar bis Ende März dauert, würden insgesamt 1000 Tonnen Kies und 2000 Tonnen Wasserbausteine verarbeitet, listet der Pressesprecher auf. Das Material wird über die Staatsstraße 2026 von Schlehdorf aus angeliefert. "Die Maßnahme ist mit allen zuständigen Behörden abgestimmt", versichert Reumschüssel. Die Kosten belaufen sich auf rund 500 000 Euro.

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