Aus dem Geretsrieder Stadtrat:Mit dem Rad von Gartenberg bis Stein

Aus dem Geretsrieder Stadtrat: Wo geht's lang für die Radfahrer in Geretsried? Das soll der Bauausschuss entscheiden.

Wo geht's lang für die Radfahrer in Geretsried? Das soll der Bauausschuss entscheiden.

(Foto: Andreas Haas/imago images)

Machbarkeitsstudie skizziert Möglichkeiten der Innerortsdurchquerung. Die nächsten Schritte soll der Bauausschuss entwerfen.

Von Felicitas Amler, Geretsried

Eine bessere Radwegeverbindung von Gartenberg bis Stein ist möglich. Das ist kurz gesagt das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie, die Geretsried in Auftrag gegeben hatte. Achim Ignatow, Geschäftsführer der Ing München West GmbH und Fachingenieur für Straßenbau, hat dem Stadtrat die Untersuchung am Dienstag vorgestellt. Nächster Schritt wird die Beratung im Bauausschuss des Stadtrats sein.

Die Studie weist für die 5,6 Kilometer lange Nord-Süd-Verbindung verschiedene Planungsabschnitte aus. Als "interessantesten Bereich" bezeichnete Ignatow die Adalbert-Stifter-Straße. Diese könnte auf einer Länge von 1250 Metern für geschätzt 400 000 bis 450 000 Euro radfahrgerecht umgebaut werden. Als zweiter und dritter Schritt wird der Süden von der Sudetenstraße bis zum Stadtteil Stein ins Auge gefasst. Hier seien auf den ersten 400 Metern Markierungsarbeiten und Überquerungshilfen ("Besonderer Blick auf die Karl-Lederer-Schule") für 25 000 bis 40 000 Euro nötig; auf den folgenden 600 Metern Umbauten für 350 000 bis 400 000 Euro.

Für den 1300 Meter langen nördlichen Abschnitt ab der Jahnstraße empfiehlt die Studie wiederum Markierungen und Querungshilfen für 75 000 bis 120 000 Euro. Ausdrücklich ausgenommen ist erst einmal das letzte nördliche Stück rund um Tyczka und das Neubaugebiet an der Banater Straße. Hier seien die Auswirkungen der Neubauten abzuwarten. Ansonsten betonte der Straßenbauingenieur: "Was fehlt, ist das Zentrum." Dort gebe es keinerlei "Radverkehrsanlage".

Ignatow skizzierte die verschiedenen Möglichkeiten von 1,5 Meter breiten Schutzstreifen und 1,85 Meter breiten Radfahrstreifen (benutzungspflichtig und mit durchgehender Linie abgetrennt) über die sogenannte "Umweltspur Bus und Rad" mit einer Breite von 2,9 Metern bis zu regulären Radwegen mit 2,5 Metern.

In der Diskussion verwies Bürgermeister Michael Müller (CSU) darauf, dass es sich bei dem Vorhaben um "ein Stufenprojekt" handle. Die Stadt müsse als Erstes die kritischen Punkte angehen und jene, die man schnell erledigen könne. Man werde im Bauausschuss beginnen, das Ganze abzuarbeiten.

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