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Strompreise steigen um 13 Prozent:Was ist zu beachten?

Wichtig ist, die Preisabfragen bei mehreren Portalen zu starten - und sich so einen umfassenden Überblick zu verschaffen. Denn die Portale finanzieren sich über Provisionen der Anbieter; manch eines stellt einen Versorger besser dar, als er in Wirklichkeit ist - etwa über Voreinstellungen, die dem Kunden Nachteile bringen können. Wer sich beispielsweise für "Vorauskasse" entscheidet, geht das Risiko ein, dass das Geld weg ist, sollte der Stromlieferant pleite gehen. Deshalb nur Voreinstellungen wählen, die man wirklich haben möchte.

Geht es nicht auch einfacher?

Klar. Wer den Vergleichsaufwand scheut, kann auch zum Telefonhörer greifen und bei seinem bisherigen Versorger anfragen, ob man nicht vielleicht in einen günstigeren Tarif wechseln kann. Denn nicht selten haben die Kunden noch einen Grundversorgertarif - und der ist in der Regel der teuerste. Sondertarife dagegen bieten oft bessere Konditionen. Aber Vorsicht: Da gelten dann oft auch neue Regeln etwa zu Mindestlaufzeiten und Kündigungsfristen.

Was ist noch wichtig?

"Je kürzer die Vertragsbindung ist, umso flexibler ist der Stromkunde", rät die Verbraucherzentrale Bayern - und empfiehlt Vertragslaufzeiten von nicht mehr als einem Jahr. Die Kündigungsfrist sollte nicht mehr als einen Monat betragen. Eine Preisgarantie ist sinnvoll - auch wenn Anbieter diese oft im Kleingedruckten wieder einschränken oder höhere Steuern und Abgaben doch an die Kunden weiterreichen.

Wie viel lässt sich denn nun sparen?

Laut Check24 zahlt ein Singlehaushalt (Jahresverbrauch: 1500 Kilowattstunden) im Grundversorgertarif der Stadtwerke von März 2013 an 482 Euro im Jahr. Wechselt er zum Anbieter Priostrom, spart er 146 Euro im Jahr. Ein Vier-Personen-Haushalt (4000 Kilowattstunden) führt beim Grundtarif der Stadtwerke von März 2013 an 1142 Euro jährlich ab. Ein Wechsel bringt hier 347 Euro Ersparnis pro Jahr. Und wie gesagt: Auch innerhalb des Stadtwerke-Tarifgefüges gibt es günstigere Angebote.

Und was ist mit Ökostrom?

Viele Verbraucher nutzen den Wechsel zum Umstieg auf Ökostrom. Auch die Stadtwerke legen den Kunden derzeit ihren Internettarif M-Ökostrom ans Herz, um zu sparen. Aber: Ökostrom ist nicht gleich Ökostrom. Die Stiftung Warentest rät, auf Zertifikate wie das "Ok-power-Label" oder das "Grüner-Strom-Label" zu achten. "Die legen die strengsten Maßstäbe an."