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Westumfahrung Starnberg:50 Meter im Auto mitgeschleift

Die Feuerwehr befreit die eingeklemmte Fahrerin aus dem Wrack.

(Foto: Jürgen Römmler)

Bei der der Kollision eines 40-Tonners mit einem Auto wird eine 18-jährige Herrschingerin eingeklemmt und schwer verletzt. Die Polizei vermutet abgefahrene Reifen am Wagen als Ursache.

Bei strömenden Regen ist am Freitagvormittag laut Polizei ein Sattelzug mit einem Auto bei Starnberg zusammengestoßen. Der Unfall ereignete sich gegen zehn Uhr zwischen B 2 und Söckinger Kreisel kurz vor der Maisinger Brücke auf der Staatsstraße 2563, die zur Westumfahrung gehört. Eine 18-jährige Frau aus Herrsching wurde in ihrem total zerstörten Wagen eingeklemmt und schwer verletzt.

Laut Polizei könnten abgefahrene Reifen auf nasser Straße den Unfall verursacht haben. In einer lang gezogenen Rechtskurve in Richtung B 2 sei das Autoheck ausgebrochen, wobei der Pkw ins Schleudern geriet und in den entgegenkommenden Sattelzug krachte, der mit Abbruchbeton beladen war. Der 39-jährige Lkw-Fahrer aus Gilching habe noch versucht zu bremsen, aber die Kollision nicht mehr verhindern können.

Laut Polizei schob der 40-Tonner den Wagen der Frau nach dem Aufprall etwa 50 Meter weiter und drückte das Auto an die Leitplanke. Der Gesamtschaden wird auf 50 000 Euro geschätzt. Der Polizei zufolge besaß die verunglückte Pkw-Fahrerin erst seit drei Monaten ihren Führerschein. Laut Feuerwehr wurde der Lkw-Fahrer leicht verletzt.

Feuerwehrleute aus Pöcking, Söcking, Starnberg, Feldafing und Maising befreiten die junge Frau mit hydraulischem Gerät aus dem Wrack - sie wurde nach ärztlicher Notversorgung mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Die Besatzung musste mit der Winde zur Unfallstelle herunter gelassen werden, weil der Helikopter dort nicht landen konnte. Die Staatsstraße war wegen der Bergungsarbeiten bis 15.30 Uhr gesperrt, es kam zu Behinderungen in Starnberg und vor allem im Bereich der Söckinger Straße. Ein Gutachter wurde von der Staatsanwaltschaft München II eingeschaltet, um die genaue Unfallursache zu ermitteln.

© SZ vom 26.09.2020 / deu

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