Starnberg:Aufträge der Bürger an den Stadtrat

Starnberg: Markierungen auf der Starnberger Seepromenade erinnern Touristen und Einheimische daran, dass man hier in den Starnberger See stürzen könnte.

Markierungen auf der Starnberger Seepromenade erinnern Touristen und Einheimische daran, dass man hier in den Starnberger See stürzen könnte.

(Foto: Franz Xaver Fuchs)

Auf der Bürgerversammlung wurden 15 Anträge verabschiedet. Diese müssen im Rathaus nun bearbeitet werden.

Von Peter Haacke, Starnberg

Die Stadtratsmitglieder erwartet zusätzliche Arbeit: Gemäß der "Satzung über die Abhaltung von Bürgerversammlungen und Ortsteilbürgerversammlungen der Stadt Starnberg" sind mehrheitlich von der Bürgerschaft befürwortete Anträge innerhalb einer Frist von drei Monaten vom Stadtrat oder einem zuständigen Ausschuss beschließend zu behandeln. Mehr als 20 Anträge aus verschiedenen Bereichen kamen am Mittwoch zur Abstimmung. Mit wenigen Ausnahmen wurden die meisten davon gebilligt.

Verkehr: Der Verkehr soll strenger überwacht werden. Im Fokus stehen vor allem Radfahrer.

Sammeltaxis: Söcking und andere Ortsteile sollen durch Sammeltaxis besser an den ÖPNV angebunden werden.

Leerstand: Den Gebäudeleerstand in der Kreisstadt soll eine "Zweckentfremdungssatzung" eindämmen.

Nachhaltigkeit: Der Stadtrat soll regelmäßig unter anderem über Themen wie Photovoltaik, Solarthermie und Windkraft berichten.

Tiefengeothermie: Beantragt ist eine Infoveranstaltung, das Ausloten potenzieller Betreiber und Kooperationen sowie der Erwerb von Bergrechten. Eine Zusammenarbeit mit Gilching und Gauting soll geprüft werden.

Musikschule: Die neue Gebührenordnung soll erneut auf den Prüfstand.

Bürgerfragen: Zu Beginn von Stadtratssitzungen sollen Bürgerfragen zu Themen zugelassen werden, die auf der Tagesordnung stehen. Das ist bisher nicht möglich.

Seepromenade: Die Piktogramme - Teil eines Sicherheitskonzepts - sollen wieder entfernt werden.

Rondell am Hotel "Bayerischer Hof": Der Bereich soll wieder befahrbar und der "Stadtstrand" - ein Überbleibsel von "See and the City" - rückgebaut werden.

Baumaßnahmen: Die Sicherheit von Fußgängern soll gewährleistet sein. Schäden an Straßen und Bürgersteigen soll der Verursacher beseitigen oder bezahlen.

Straßenbeleuchtung: Bei der Umrüstung auf modernes Licht soll der Arten- und Insektenschutz beachtet werden.

Sanierung statt Neubau: Satzungen und Bebauungspläne sollen zur Minderung der CO₂-Bilanz überarbeitet werden.

Klimainitiative: Bereits gefasste Beschlüsse zu Verkehrskonzepten, Windkraft, Photovoltaik und Solarenergie sollen auch umgesetzt werden.

Seeanbindung: Die Stadtverwaltung soll Bürgerfragen und Entscheidungen öffentlich vorlegen. Gefordert wird die Beteiligung von Bürgerinitiativen und Interessengemeinschaften in entscheidenden Gremien. "Unverbaut" soll vom Bahnhof bis zum "Undosa" der Blick auf See und Gebirge bleiben.

Regionalzughalt: Der Stadtrat soll sich im Rahmen einer Ortsbesichtigung einen besseren Eindruck von Barrierefreiheit und Bahnsteighöhen verschaffen.

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