Schlag gegen Kinderpornografie:Fahnder beschlagnahmen Handys, Tablets und DVDs

Schlag gegen Kinderpornografie: Eine Ermittlerin sitzt vor einem Monitor mit Fotodateien, um kinderpornografische Bilder auszuwerten.

Eine Ermittlerin sitzt vor einem Monitor mit Fotodateien, um kinderpornografische Bilder auszuwerten.

(Foto: Arne Dedert/dpa)

Kriminalbeamte durchsuchen morgens bei einer Razzia in den Landkreisen Starnberg und Landsberg 20 Wohnungen und Häuser von Verdächtigen.

Von Christian Deussing, Starnberg

Bei einer Razzia haben Fahnder der Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck 20 Wohnungen und Häuser in den Landkreisen Starnberg und Landsberg nach Hinweisen auf kinderpornografische Bilder und Videos durchsucht. Hierbei seien 42 Mobiltelefone, 27 Tablets und 248 weitere Datenträger wie Computer, Laptops, USB-Sticks sowie DVDs und externe Festplatten sichergestellt worden, teilte am Donnerstag ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord mit.

An der mehrstündigen Aktion, die gegen 6 Uhr am Mittwochmorgen begann, beteiligten sich außer den Kripobeamten noch weitere Polizeikräfte. Bei den Durchsuchungen sind 17 Personen angetroffen worden, denen vorgeworfen wird, sich kinderpornografisches Material beschafft und besessen zu haben. Diese Beweismittel würden Spezialisten in den nächsten Wochen auswerten, sagte der Polizeisprecher.

Dabei werde auch geprüft, ob inkriminierte Fotos und Videos nicht nur heruntergeladen, sondern auch verbreitet worden seien, berichtete der Sprecher des Präsidiums. Die konkreten Hinweise auf die verdächtigen Personen seien unter anderem von US-Meldeportalen oder Zeugen gekommen. Bisher gebe es aber keine Erkenntnisse darüber, ob die Beschuldigten miteinander vernetzt seien. Deshalb gehe es hier um einzelne Verfahren, wurde mitgeteilt.

Die Durchsuchungen der 20 Objekte war eng mit den Staatsanwaltschaften Augsburg und München II sowie der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg abgestimmt, die bei gravierenden Fällen die Anklagen erhebt - unter anderem am Amtsgericht Starnberg, wo es zu immer mehr Verfahren um Kinder- und Jugendpornografie kommt. Bei manchen Angeklagten waren bisher zehntausende oder noch mehr verbotene Bilder und Videos mit sexuellem Missbrauch entdeckt worden.

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