Kommunalpolitik:Starnberger FDP will "Lust auf Politik" machen

Kommunalpolitik: Trotz - oder wegen - prominenter FDP-Unterstützung durch (v.li.) Spitzenkandidat Martin Hagen, Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) und Frank Meyer (Junge Liberale) hat es für Gautingerin Britta Hundesrügge erneut nicht für den Einzug in den Landtag gereicht. Die bayerische FDP scheiterte an der Fünf-Prozent-Hürde.

Trotz - oder wegen - prominenter FDP-Unterstützung durch (v.li.) Spitzenkandidat Martin Hagen, Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) und Frank Meyer (Junge Liberale) hat es für Gautingerin Britta Hundesrügge erneut nicht für den Einzug in den Landtag gereicht. Die bayerische FDP scheiterte an der Fünf-Prozent-Hürde.

(Foto: Franz Xaver Fuchs)

Nach der ernüchternden Wahlschlappe soll die Liberalen ein Sieben-Punkte-Programm mit Blick auf die nächste Landtagswahl 2028 beflügeln.

Nach dem bitteren Ergebnis der FDP bei der bayerischen Landtagswahl hat bei den Starnberger Liberalen das Nachdenken über die Gründe der Wahlschlappe begonnen. Der Ortsvorstand hat mit einer Analyse begonnen und sogleich ein Sieben-Punkte-Programm "als Diskussionsgrundlage zur Neuaufstellung der FDP beschlossen", heißt es in einer Pressemitteilung. Das Motto des Papiers, das den Liberalen eine Rückkehr in den Landtag bescheren soll, lautet: "Aufbruch 2028".

Es ist nicht das erste Mal, dass Bayerns Liberale nicht im Landtag vertreten sind. Auch in den Jahren 1966, 1982, 1994 und 2013 blieb das höchste politische Gremium im Freistaat ohne FDP. Als einer der Gründe dafür gilt der Umstand, dass die FDP vor allem im ländlichen Raum nicht verankert ist. Erklärtes Ziel ist es nun, "durch bürgernahe Politik wieder in den bayerischen Landtag zurückzukehren".

Das Sieben-Punkte-Programm soll dabei helfen: Neben einer "schonungslosen Analyse" sollen Prozesse und Strukturen innerhalb der FDP weiterentwickelt und die Zusammenarbeit auf allen Ebenen verbessert werden. Geplant ist die "Einführung von Doppelspitzen", eine niedrigere Hemmschwelle für Kandidaturen, eine "bessere Vereinbarkeit von politischer Tätigkeit mit Familie und Beruf" sowie Personalentwicklung und "Aktivierung liberaler Vorfeldorganisationen". In der Mitteilung heißt es: "Die Liberalen wollen Lust auf Politik und Mut zur Zukunft machen."

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Das Ergebnis im Stimmkreis Starnberg unterscheidet sich in drei Punkten deutlich vom Rest des Freistaats: Die Grünen sind hierzulande sehr viel stärker, die FDP hat hier die Fünf-Prozent-Hürde genommen - und die AfD sieht vergleichsweise wenig Land.

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