Bürgentscheid in Dießen:Behelfsparkplatz soll Wiese bleiben

Zwei-Drittel-Mehrheit votiert gegen eine Flächenversiegelung.

Von Armin Greune, Dießen

Dießens Bürger haben den Plänen der Gemeinde, den Behelfsparkplatz an der Rotter Straße auszubauen, eine deutliche Absage erteilt. Dem vorläufigen Ergebnis nach entfielen beim Bürgerentscheid am Sonntag mehr als zwei Drittel der abgegebenen Stimmen zur Stichfrage auf die Forderung der Bürgerinitiative gegen Flächenversiegelung unter dem Titel "Erhalt der unversiegelten Grünfläche mit temporärer Parkmöglichkeit". Das Ratsbegehren "Ausbau des bisherigen Entlastungsparkplatzes" wurde bei der Stichfrage nur von 30 Prozent der aktiven Wähler angekreuzt. Die Abstimmungsbeteiligung betrug 40,1 Prozent, damit ist das notwendige Quorum von 20 Prozent klar erfüllt.

Bei den einzelnen Fragen ergab sich eine ähnliche Tendenz: Das Bürgerbegehren gegen die Befestigung des Parkplatzes erhielt 70,6 Prozent Ja- und 29,4 Prozent Nein-Stimmen, das Ratsbegehren erntete zu 30,6 Prozent Zustimmung und zu 69,4 Prozent Widerspruch. Der Gemeinderat hatte erstmals 2015 beschlossen, die bei Großveranstaltungen als Parkplatz genutzte Wiese zu asphaltieren und zu bepflastern. Nachdem die Pläne mehrmals geändert wurden, beschloss das Gremium Anfang diesen Jahres mehrheitlich den Ausbau, die Kosten wurden auf 760 000 Euro geschätzt. Gegen dieses Vorhaben formierte sich im März aus Klimalobby, Bund Naturschutz, Heimatverein, Ortsgruppe des Alpenvereins, Jugendbeirat und dem politischen Zirkel "Mittwochsdisko" eine Bürgerinitiative gegen Flächenversiegelung, die das Bürgerbegehren in die Wege leitete.

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