Neuer Park am Ammerseeufer:Idyll mit Grill

Neuer Park am Ammerseeufer: Die öffentliche Grünfläche am Seeufer von Sankt Alban soll als Biotop und Park mit Grillplatz gestaltet werden.

Die öffentliche Grünfläche am Seeufer von Sankt Alban soll als Biotop und Park mit Grillplatz gestaltet werden.

(Foto: Arlet Ulfers)

Dießen will das ehemalige Campinggelände in Sankt Alban in ein artenreiches Biotop mit Erlebnis- und Erholungswert verwandeln.

Von Armin Greune, Dießen

Das gemeindeeigene Areal am Ammerseeufer zwischen Segelgemeinschaft Augsburg (SGA) und dem Seerestaurant St. Alban soll möglichst bald zum Freizeitgelände und Biotop umgestaltet werden. Mit 15 gegen acht Stimmen nahm der Gemeinderat Dießen am Montag den Entwurf von Landschaftsarchitektin Johanna Vogl an: Er sieht vor, die öffentliche Grünfläche mit Stromversorgung, 14 Fahrrad-Bügelständern, vier Parkbänken und einem Grillplatz samt Sitzsteinen auszustatten.

Zuvor muss auf einer kleineren Teilfläche der kontaminierte Oberboden ausgetauscht werden, diesen Aushub sowie den Bau der Grillanlage übernimmt der kommunale Bauhof. Die Böschung wird etwas abgeflacht; ein neuer, unbefestigter Weg durchzieht das Gelände mittig in Nord-Süd-Richtung. Er wird von zwei kürzeren Pfaden durchkreuzt, die von der Straße Seeweg-Süd zum Seeufer führen.

Vogels Planung zufolge sollen lediglich vier Silberweiden zusätzlich zum Bestand gepflanzt werden; hinzu kommen etwa 70 Blühsträucher, die vor allem an der Straße Seeweg-Süd gruppiert sind. Um nicht nur als Erholungsfläche, sondern auch als Biotop zu dienen, soll das rund 4000 Quadratmeter große Areal mit einer artenreichen Wildblumenwiese geschmückt werden, die dann auch einen hohen Erlebniswert brächte, sagte Vogl. Dazu seien freilich mehrere Jahre Geduld vonnöten, selbst wenn der magere Kiesboden der ehemaligen Wohnmobilstandflächen günstige Voraussetzungen biete.

Die Expertin empfahl, die Wiese drei Mal jährlich zu mähen, was aber bei intensivem Badebetrieb auch häufiger geschehen könne. Die Kosten der Umgestaltung schätzte Vogl auf 180 000 Euro, zuzüglich der Ausgaben für den Bodenaustausch. Den vormaligen Campingplatz der Segelgemeinschaft Augsburg hatte Dießen 2020 nach Jahrzehnte währendem Rechtsstreit erwerben können.

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