Schwanthalerhöhe:Vorrang für Radfahrer

Schwanthalerhöhe: Stark genutzt auf der Schwanthalerhöhe: das Verkehrsmittel Fahrrad.

Stark genutzt auf der Schwanthalerhöhe: das Verkehrsmittel Fahrrad.

(Foto: Stephan Rumpf)

Auf der Schwanthalerhöhe wird die Verkehrswende mit einfachen Mitteln geplant: Drei zusammenhängende Fahrradzonen sollen den Durchgangsverkehr ausbremsen.

Von Christina Seipel

In München ist das Rad oft das Verkehrsmittel der Wahl. Das gilt besonders für die Schwanthalerhöhe, einem der kleinsten und mit knapp 30 000 Einwohnern doch auch einem der am dichtesten besiedelten Stadtbezirke. Wie aus dem Mobilitätsbericht der Stadt München von 2020 hervorgeht, legt dort die Mehrheit der Anwohner, immerhin 77 Prozent, die Wege mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß oder mit dem Rad zurück. Trotzdem ist das Viertel seit Jahren einem stetig wachsenden Durchgangsverkehr und zunehmendem Parkdruck ausgeliefert. Das soll sich nun ändern: Mit der Einrichtung dreier durchgehender Fahrradzonen will der Bezirksausschuss (BA) Schwanthalerhöhe dem Radverkehr im Viertel Vorrang verschaffen. Umgewandelt werden sollen bereits bestehende Tempo-30-Zonen im Bereich zwischen Landsberger Straße, Heimeranplatz und Theresienhöhe, das Neubauviertel südlich des alten Messeparks sowie die Philipp-Loewenfeld-Straße und der Max-Friedländer-Bogen, nördlich der Landsberger Straße.

Die Stadtteilvertreter erhoffen sich, mit dem Pilotprojekt das lückenhafte Radverkehrsnetz in der Landeshauptstadt zu schließen und die isolierten Fahrradstraßen in einem ganzheitlichen Konzept zusammenführen zu können. Ähnliche Forderungen, die auf die Initiative der Grünen zurückgehen, kamen in den vergangenen zwei Jahren auch aus anderen Vierteln wie Obergiesing-Fasangarten, Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt und Neuhausen-Nymphenburg.

Für Sibylle Stöhr, Vorsitzende im BA Schwanthalerhöhe und Stadträtin (Grüne), ist die Ausweisung von Fahrradzonen essenziell, um die Verkehrswende in der Stadt voranzutreiben: "Mit fahrradfreundlichen Quartieren stärken wir den Radverkehr und sorgen für saubere Luft."

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