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Polizei:Student nach brutaler Prügelei in Maxvorstadt auf Intensivstation

  • Aus bisher unbekannten Gründen kam es in der Nacht zum Sonntag in der Maxvorstadt zu einer brutalen Prügelei.
  • Ein 22-Jähriger liegt mit einem Schädelbruch auf der Intensivstation, befindet sich aber außer Lebensgefahr.
  • Die mutmaßlichen Täter konnten schnell gefasst werden, da Passanten die Männer fotografierten und schnell die Polizei riefen.

Nach einer fröhlichen Nacht überqueren zwei junge Männer die Theresienstraße. Zu nahe an einem vorbeifahrenden Kastenwagen? Das erbost dessen Insassen. Es kommt zum Streit, die Situation eskaliert, die Autoinsassen prügeln und treten auf die jungen Männer ein. Am Ende liegt ein Student aus München mit einer Gehirnblutung und einem Schädelbruch auf der Intensivstation einer Klinik. Zwei der drei mutmaßlichen Schläger aus dem Lieferwagen sitzen in Untersuchungshaft. Gegen sie wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Die brutale Prügelei ereignete sich in der Nacht von Samstag auf Sonntag kurz vor 3 Uhr in der Maxvorstadt. Der Student, 22, und sein zwei Jahre älterer Bekannter aus dem Landkreis München überquerten zu Fuß die Theresienstraße. "Aus derzeit noch unklarer Ursache", so die Polizei, gerieten die beiden in einen Streit mit drei Männern, die zum gleichen Zeitpunkt mit einem Kastenwagen vorbei kamen. Die zunächst verbale Auseinandersetzung eskalierte, die drei 24, 26 und 31 Jahre alten Männer schlugen auf die beiden Nachtschwärmer ein. Nachdem die Opfer bereits zu Boden gegangen waren, traten die Schläger mit den Füßen zu, gegen den Kopf des Studenten.

Erst als Passanten auf die brutale Attacke aufmerksam wurden und die Polizei verständigten, flüchteten die drei Schläger mit ihrem Kastenwagen. Eine Zeugin fotografierte die Männer mit ihrem Fluchtfahrzeug. Die Passanten leisteten Erste Hilfe und verständigten den Rettungsdienst. Der Polizei gelang es dank des Fotos, der schnellen Alarmierung und einer genauen Beschreibung der Tatverdächtigen, die drei Männer kurz darauf festzunehmen. Alle drei Tatverdächtigen waren alkoholisiert - der 26 Jahre alte Fahrer des Kastenwagens, ein Paketzusteller, hatte zwei Promille. Er muss sich jetzt auch wegen Trunkenheit im Verkehr verantworten. Wegen gefährlicher Körperverletzung ordnete ein Ermittlungsrichter Untersuchungshaft für zwei der aus Russland und Rumänien stammenden Schläger an.

Ihre beiden 22- und 24-jährigen Opfer mussten in die Klinik gebracht werden. Während der 24-Jährige nur ambulant behandelt werden musste, erlitt sein 22-jähriger Freund eine Gehirnblutung sowie einen Schädelbruch. Er befand sich laut Polizei noch am Dienstag auf der Intensivstation, schwebte jedoch zum Glück nicht in Lebensgefahr.