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Städtebau:Neuperlach ist schön

Wohnring Neuperlach Egon Hartmann, Bernt Lauter und Manfred Zimmer, 1967-1978 Foto: Kurt Otto © Hamburgisches Architekturarchiv

Eine Chance: die Wohnsiedlung in Neuperlach.

(Foto: Kurt Otto/Hamburgisches Architekturarchiv)

Die Münchner Großraumsiedlung wird jüngst in einer Studie gefeiert. Steht eine Hochzeit für Plattenbauten von Steilshoop bis Marzahn bevor?

Von Gerhard Matzig

Die Schönheit liegt letztlich im Auge des Betrachters. Genau das macht es aber schwierig. Denn was ist zu sehen? Etwa an der Ecke Hugo-Lang-Bogen / Karl-Marx-Allee, wo im Münchner Südosten die Gartenstadt Trudering mit ihrem dörflichen Eigenheimcharme und den Jägerzaunumfriedungen abrupt endet. Beziehungsweise: Wo das größte westdeutsche Siedlungsprojekt nach dem Zweiten Weltkrieg, es heißt Neuperlach, ist ein halbes Jahrhundert alt und trägt den heute etwas angestaubten Neo-Futurismus schon im Namen, wo also dieses Regalwohnen seit 1967 mit den ersten hochaufragenden und dicht bewohnten Schlafstadtscheiben auf der einst grünen Wiese von einer fernen Utopie kündet.

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