Im August 1943 erhalten die Eltern und die Schwester von Walter Klingenbeck einen Brief. „Liebe Eltern und Lisl“, heißt es darin. „Heute habe ich zum letzten Mal Gelegenheit, Euch zu schreiben. Das Gnadengesuch ist abgelehnt. Na, ja, nichts zu ändern. Tut mir bloß den einen Gefallen, weint nicht um mich, Ihr wißt ja, wofür ich sterbe. Ich bin wieder ganz gefasst, und sehe dem Kommenden ruhig entgegen.“ Soeben habe er erfahren, dass seine Kameraden begnadigt worden seien, das sei für ihn „ein guter Trost“, schreibt Klingenbeck weiter. Und: Es werde gut sein, wenn seine Familie für ihn ein bisschen bete, „ich war ja grad kein Musterknabe“. Er richtet Grüße an Verwandte aus und schließt: „Lebt wohl und seid alle in Liebe zum letzten Mal gegrüßt von Eurem Walter.“
Walter KlingenbeckHingerichtet mit 19 Jahren - Münchens unbekannter Widerstandskämpfer
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"Tut mir bloß den einen Gefallen, weint nicht um mich", schreibt Walter Klingenbeck an seine Eltern, ehe er vom NS-Regime ermordet wird. Über einen jungen Mann, dessen Mut lange unbeachtet war.
