Museum Brandhorst Ende nach fünf Jahren: Horst ist ausgezogen

Leere Tische im Brandhorst: Das Café hat keinen Betreiber mehr.

(Foto: Robert Haas)

Der Edel-Caterer Dahlmann hatte das Café im Museum Brandhorst im Jahr 2014 übernommen - und sich offenbar mehr davon erwartet. Zum 1. April soll die Pacht neu ausgeschrieben werden.

Von Franz Kotteder

Der Name Horst bringt diese Woche wohl kein Glück: Nicht nur, dass Horst Seehofer Ende der Woche nicht mehr CSU-Chef sein wird, auch das Café Horst im Museum Brandhorst ist jetzt schon Geschichte. Nach fünf Jahren verlängerte der Edel-Caterer Dahlmann seinen Vertrag mit den Staatlichen Gemäldesammlungen nicht, das Lokal Horst Esskultur-Bar im Erdgeschoss des Museums an der Theresienstraße hat bereits geschlossen. Offenbar hatte sich das Unternehmen von dem Museumscafé mehr erwartet. "Wir konzentrieren uns nun wieder stärker auf unser Kerngeschäft", sagte Geschäftsführer Ulrich Dahlmann zur SZ. Seine Firma bleibe aber exklusiver Caterer für Veranstaltungen und Feste bei den Staatsgemäldesammlungen.

Dahlmann hatte im Jahr 2014 das Café im Museum Brandhorst übernommen. Im Angebot waren nicht nur Kaffee und Kuchen, sondern auch frische Salate, Sandwiches, Curry-Gerichte, selbstgemachte Limonaden und Drinks. Ursprünglich war geplant, das Lokal auch außerhalb der Museumsöffnungszeiten zu betreiben. Davon wurde aber nur selten und lediglich zu besonderen Anlässen Gebrauch gemacht.

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Zeitweise hatte Dahlmann auch das Museumscafé in der benachbarten Pinakothek der Moderne übernommen, ebenso wie im Museum Brandhorst als Nachfolger des Caterers Michael Schottenhamel, der dann aber Insolvenz anmelden musste (und nicht zu verwechseln ist mit dem Wiesnwirt Michael Florian Schottenhamel). In der Pinakothek der Moderne blieb Dahlmann aber nur ein Jahr bis Ende 2017, weil die Küche des Cafés stark sanierungsbedürftig ist und die Zubereitung von Speisen dort kaum möglich war. Derzeit wird das Café von Max und Karl Eisenrieder betrieben, die auch das Café Münchner Freiheit haben.

Seit Dienstag dieser Woche ist das Café Horst nun geschlossen, zum 1. April soll die Pacht neu ausgeschrieben werden. "Es wird aber eine Interimslösung geben", so Tine Nehler, Sprecherin der Staatsgemäldesammlungen. Von Donnerstag an soll ein "Coffee-Bike" die Besucher versorgen, von Februar an dürfte das Café dann wieder regelmäßig bespielt werden. Möglicherweise kommen in der Übergangszeit auch die Eisenrieders von nebenan zum Zuge. Die neue Ausschreibung läuft über die Immobilien Freistaat GmbH, Interessenten können sich dort um einen Pachtvertrag bewerben.