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Sanierung:Fast drei Millionen Euro für ehemalige Synagoge

Der Freistaat Bayern unterstützt mit 2 832 000 Euro die Sanierung der ehemaligen Synagoge an der Reichenbachstraße. Das gab Kunstminister Bernd Sibler (CSU) am Donnerstag bekannt. Das Geld stamme aus dem Entschädigungsfonds für Denkmalpflege, der gemeinsam vom Freistaat und den Kommunen getragen wird. Sibler sagte: "Mit der Sanierung stärken wir die Erinnerungskultur in unserem Land und tragen dazu bei, dass dieses Unrecht nicht vergessen wird." Die Stadt München hatte bereits im vergangenen Jahr beschlossen, die Sanierung mit drei Millionen Euro zu unterstützen, die gleiche Summe hatte der Bund zugesagt. Die Synagoge entstand nach Plänen des jüdischen Architekten Gustav Meyerstein im Stil der Bauhausarchitektur. Sie wurde 1931 eröffnet und war damit eine der letzten vor 1933 errichteten Synagogen in Deutschland. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie durch Bombenangriffe schwer beschädigt, 1947 aber wieder eröffnet. Bis 2007 diente die Gebetsstätte als Hauptsynagoge der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern.

© SZ vom 05.06.2020 / kna, SZ

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