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Royal Donuts:"Die Leute stellen sich freiwillig bis zu zwei Stunden lang an"

Royal Donuts Laden

Royal Donuts ist ein Franchisegeber aus Köln, der zurzeit eines der am schnellsten wachsenden Gastro-Unternehmen überhaupt ist.

(Foto: Catherina Hess)

Seit etwas mehr als einer Woche gibt es den Donut-Laden in Schwabing. Von den langen Warteschlangen ist selbst der Betreiber überrascht - Werbung hat er nämlich keine gemacht.

Von Franz Kotteder

"Was hier in München abgeht, das ist wirklich unbeschreiblich!" Selbst Matthias Müller ist da platt, und dabei ist er der Betreiber des neuen Royal-Donuts-Ladens am Kurfürstenplatz 6 in Schwabing. Am Samstag vor einer Woche erst war Eröffnung, und seitdem gibt es lange Warteschlangen bis hinunter zur Ainmillerstraße. Royal Donuts ist ein Franchisegeber aus Köln, der zurzeit eines der am schnellsten wachsenden Gastro-Unternehmen überhaupt ist, und beschränkt sich auf ein Gericht: die amerikanisch-kanadische Variante des Krapfens mit einem Loch in der Mitte, gefüllt oder belegt mit den unterschiedlichsten süßen Dingen - alles, was die große, weite Welt der zuckerhaltigen Zutaten halt so hergibt.

Die Teig-Version des Bubble-Tea - ein anderer Hype vor einigen Jahren - kommt derzeit ganz offensichtlich beim jugendlichen Publikum besonders gut an, wie die langen Schlangen vor dem bonbonbunten Laden am Kurfürstenplatz zeigen. "Wir haben keinerlei Werbung gemacht", sagt Matthias Müller, "das lief und läuft alles über Instagram und Tik Tok, und die Leute stellen sich dann freiwillig bis zu zwei Stunden lang an." Um den Bedarf zu befriedigen, beginnen er und seine sechs Mitarbeiter morgens um vier Uhr mit dem Aufbacken und Zubereiten der tiefgefrorenen Teiglinge: "Da wird alles gebacken, nichts frittiert, und alles wird frisch befüllt und belegt."

Trotzdem kommen sie mit dem Befüllen der Theken kaum nach. Müller will "so schnell wie möglich zwei bis drei weitere Läden in München aufmachen, denn die kommen bis aus Rosenheim und Traunstein angereist". Immer wieder kommt die Polizei vorbei, um Abstände und Masken zu kontrollieren, auch die Mitarbeiter der Filiale sind da gefordert, wenn die Wartenden ungeduldig werden. Müller ist freilich sehr zufrieden mit der Situation - denn normalerweise macht er die Wuid Barwirtschaft in der Humboldtstraße beim Kolumbusplatz, die seit Monaten geschlossen ist. "Schön, dass endlich mal wieder was läuft", sagt er.

© SZ vom 02.02.2021 / fjk/syn, van
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