Mit ihrem elektrischen Rollstuhl ist eine Frau in den Schneemassen im Münchner Olympiapark stecken geblieben und schließlich von der Feuerwehr nach Hause gezogen worden. Sie durchquerte in der Nacht zu Dienstag den Park, weil sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht mehr nach Hause gekommen wäre, teilte die Feuerwehr mit. Am Willi-Gebhardt-Ufer, nahe der Unterführung unter dem Rudolf-Harbig-Weg, blieb sie im tiefen Schnee stecken.
Der Versuch, sich mit dem Vor- und Rückwärtsgang "freizuschaukeln", blieb erfolglos. Die Frau wählte schließlich den Notruf und bat um Hilfe. Die Einsatzkräfte zogen den schweren Elektrorollstuhl aus dem Park bis zum geräumten Spiridon-Louis-Ring und eskortierten die Frau bis zum Ackermannbogen. Dort machte der Akku des Rollstuhls nach den zahlreichen Rangierversuchen schlapp. "Kurzerhand befestigten die Männer Seile am Rahmen des Rollstuhls und spannten sich wie Zugtiere davor", heißt es in der Mitteilung der Feuerwehr. Sie brachten die Frau so in ihre nahegelegene Wohneinrichtung.