Nach mehr als 40 Jahren:Entschädigung für Opfer des Oktoberfestattentats fließt

Beim Anschlag auf das Oktoberfest in München starben 13 Menschen.

Ein Sarg wird vom verwüsteten Tatort nach dem Anschlag im September 1980 weggetragen. Bei dem Anschlag auf der Wiesn wurden zwölf Menschen getötet. 221 werden zum Teil schwer verletzt. Daneben kam auch der Attentäter ums Leben.

(Foto: dpa)

Viele leiden noch heute unter den Folgen der Verletzungen, die sie vor Jahrzehnten erlitten haben. Nun bekommen sie Geld.

Die Opfer des rechtsextremistischen Oktoberfestattentats von 1980 bekommen Entschädigungen. Die Bescheide darüber seien am Mittwoch versandt worden und sollten in diesen Tagen bei den Betroffenen ankommen, sagte eine Sprecherin des Sozialreferats der Stadt München am Freitag. Das Geld stammt aus einem im vergangenen Jahr aufgelegten Entschädigungsfonds im Volumen von 1,2 Millionen Euro. Die Stadt zahlt 200 000 Euro, Bund und Freistaat Bayern jeweils 500 000 Euro. Zuerst hatte die "Mediengruppe Münchner Merkur tz" darüber berichtet.

Wie viele Antragsteller es gegeben hatte und wie viele Anträge positiv beschieden wurden, wollte die Sprecherin nicht sagen. Sie kündigte eine gemeinsame Pressemitteilung von Bund, Land und Stadt für kommende Woche an.

Bei dem Bombenanschlag vom 26. September 1980 auf dem Münchner Oktoberfest wurden zwölf Menschen getötet. 221 wurden verletzt, darunter zahlreiche schwer. Auch der als Täter ermittelte Rechtsterrorist Gundolf Köhler kam bei dem Anschlag ums Leben. Viele Opfer leiden noch heute unter den Folgen der vor mehr als 40 Jahren erlittenen Verletzungen. Erst im vergangenen Jahr wurde die Tat als rechtsextremistischer Anschlag eingestuft.

© SZ.de/dpa/cat
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