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Gmunder Höfe in Obersendling:Wohnen statt parken

Vonovia baut einen Großteil der "Gmunder Höfe" neben dem einstigen Siemens-Areal

Von Jürgen Wolfram, Obersendling

Der ehemalige Großparkplatz der Firma Siemens an der Gmunder Straße und das Gebiet drumherum sollen sich in den kommenden Jahren in ein gediegenes Wohnquartier mit enger Anbindung an den Verkehrsknotenpunkt Ratzingerplatz verwandeln. Mittlerweile steht fest, wer das neue Viertel namens "Gmunder Höfe" mit insgesamt 450 Wohnungen, zwei neuen Kindertagesstätten und Läden zum überwiegenden Teil errichtet: der Immobilienkonzern Vonovia. Den ersten von insgesamt drei Bauabschnitten des Nachverdichtungsprojekts, der 322 Wohneinheiten umfasst, hat die Vonovia unlängst von den Immobilienentwicklern Rock Capital Group, Baywobau und ubm development übernommen. Fertiggestellt wird die neue Wohnanlage "voraussichtlich" im Jahr 2023.

"Wir halten immer Ausschau nach interessanten Möglichkeiten, um unseren Bestand in der bayerischen Landeshauptstadt zu erweitern. Mit dem Projekt Gmunder Höfe können wir an unserem wichtigsten Standort in Bayern weiter wachsen", kommentierte Frederic Neumann, Vonovia-Geschäftsführer in Süddeutschland, den Deal. Durch "anspruchsvolle und abwechslungsreiche Architektur" soll in Obersendling ein Gebäudekomplex entstehen, der in seiner Höhe zwischen fünf und sieben Stockwerken variieren wird. Mit einem Mix aus Ein- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen zwischen 34 und 115 Quadratmeter werde Vonovia "vielen Nutzergruppen gerecht", heißt es in einer Pressemitteilung. Autos der künftigen Bewohner sollen in einer Tiefgarage mit 358 Stellplätzen verschwinden, die in "großen Teilen" für die Elektromobilität ausgerüstet werde.

Vonovia-Regionalbereichsleiter Carsten Baurigk spricht von einem "ganz neuen Viertel mit eigenem Flair und hoher Wohn- und Lebensqualität", das in Obersendling neben dem ehemaligen Siemens-Gelände entstehe. Die künftigen Mieterinnen und Mieter dürften mit einem "breiten Angebot an Services und Dienstleistungen" rechnen, sagt Baurigk. Nach den Vorstellungen des städtischen Planungsreferats sollen auch klug verbundene öffentliche Wege sowie Grünflächen Teil des Wohnbau-Konzepts sein. Was die Verkehrsanbindung angeht, ist den künftigen Bewohnern der Gmunder Höfe ein Vorteil schon mal sicher: Die U-Bahnstation Aidenbachstraße liegt nur wenige hundert Meter entfernt.

© SZ vom 01.07.2020

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