Verkehr:Neue, schlaue Busse

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Münchner Verkehrsgesellschaft testet Hybrid-Busse, 2011

Busse mit Hybrid-Antrieb testet die Münchner Verkehrsgesellschaft schon seit einigen Jahren - bislang aber mit eher mäßigem Erfolg.

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Die MVG nimmt die nächsten 47 Hybrid-Fahrzeuge in Betrieb. Sie sparen Energie und können im Ernstfall Leben retten

Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) modernisiert wieder ihre Busflotte. In den nächsten Tagen nimmt sie 47 neue Gelenkbusse mit einem parallelen Hybridantrieb in Betrieb. Zehn davon kommen von Mercedes und ergänzen die 2019 in Betrieb genommene Flotte von bisher 45 Fahrzeugen des Typs "Citaro hybrid". 37 Fahrzeuge hat MAN geliefert. Sie tragen die Bezeichnung "Lion's City 18 Efficient Hybrid". Mit den Hybrid-Motoren soll rund zehn Prozent Kraftstoff eingespart werden. Ein Elektromotor unterstützt dabei den Euro-6-Dieselantrieb, indem er beim Bremsen Energie aufnimmt und beim Beschleunigen als unterstützendes Drehmoment wieder abgibt. Die neuen Busse sind unter anderem mit Assistenzsystemen ausgestattet, die den Busfahrer warnen, sobald sich ein Verkehrsteilnehmer im toten Winkel befindet. Die Mercedes-Hybridbusse verfügen zusätzlich über einen Bremsassistenten, der über einen Radarsensor vorausfahrende Fahrzeuge, vor dem Bus stehende Hindernisse sowie sich bewegende Fußgänger erkennt. Löst er aus, warnt er zunächst visuell, dann durch eine Teilbremsung. Der Fahrer hat so die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, wie er der Gefahr entgeht - ob durch ein Lenkmanöver, durch Hupen oder eine Vollbremsung. Die neuen Busse kosten gut 17 Millionen Euro. Die Beschaffung wird mit mehr als vier Millionen Euro vom Freistaat gefördert.

Die Hybridbusse sind ein Schritt, die Busflotte umweltfreundlicher zu machen. Bis die MVG komplett auf elektrischen Antrieb umgestellt hat, wird es noch ein paar Jahre dauern. Nächstes Jahr sollen aber bereits 26 E-Busse in der Flotte fahren. Die Linie 100 soll nach Plänen der MVG noch dieses Jahr elektrifiziert sein.

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