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Polizei in München:Autofahrer fährt Fußgänger in Laim tot

Nach dem Unfall am Mittwochabend flüchtete der Mann zunächst, ohne sich um den schwerst verletzten 72-Jährigen zu kümmern. In der Nacht stellte er sich dann der Polizei.

Erneut hat ein Autofahrer in München einen Fußgänger tot gefahren - am Mittwoch gegen 22 Uhr in Laim. Der Autofahrer flüchtete zunächst, stellte sich aber noch in der Nacht. Die Polizei sucht jetzt Zeugen des Unfalls, der sich im Bereich Zschokke- und Burgkmairstraße ereignete.

Das Opfer, 72 Jahre alt, soll von einem Grünstreifen auf die Fahrbahn getreten und aus einer nahen Gaststätte gekommen sein. Allerdings gibt es bislang, auch nach intensiver Anwohnerbefragung durch die Polizei, noch keine Augenzeugen des Vorgangs. Wer sachdienliche Hinweise zum Unfallhergang machen kann, soll sich mit dem Unfallkommando, Telefon 089/6216-3322, in Verbindung setzen.

Durch den Aufprall wurde der 72-Jährige schwerst verletzt und blieb auf der Fahrbahn liegen. Der 49-jährige Autofahrer fuhr nach den Zusammenstoß einfach weiter und kümmerte sich nicht um den Verletzten. Anwohner, die den Aufprall gehört hatten, entdeckten den Schwerverletzten und verständigten die Polizei. Eine sofort eingeleitete Fahndung nach dem Autofahrer verlief zunächst ohne Ergebnis.

Der Fußgänger wurde unter laufender Reanimation in ein Klinikum eingeliefert, wo er kurz darauf starb. Der 49-jährige Fahrer meldete sich gegen 2.30 Uhr bei der Polizei und räumte seine Beteiligung an dem schweren Verkehrsunfall ein. Er wurde festgenommen, das Fluchtfahrzeug sichergestellt und zur Spurensicherung abgeschleppt.

Im November hatte ein Raser in der Fürstenrieder Straße auf der Flucht vor einer Polizeikontrolle den 14-jährigen Schüler Max getötet und ein zwei Jahre älteres Mädchen schwer verletzt. Gegen den 34 Jahre alten Mann wird wegen Mordes ermittelt. Im vergangenen Jahr kamen 15 weitere Menschen im Stadtgebiet bei Verkehrsunfällen ums Leben.

© SZ.de/fema
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