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Maxvorstadt:Ausstellungen, ein interaktiver Wasserpavillon oder eine "Schnitzeljagd" für Kinder

Zu den Programmpunkten gehört ein interaktiver Wasserpavillon, den Jeppe Hein für den Vorplatz des Lenbachhauses entworfen hat.

(Foto: Lenbachhaus)

Mehr als 100 kostenlose Veranstaltungen bietet das Kunstareal-Fest im Juli. Wegen der Corona-Pandemie ist das Programm sogar verlängert worden.

Von Jürgen Moises

Wie würde ein Alien das Münchner Kunstareal erleben? Also so ein richtiger Außerirdischer, der sich verflogen hat und irgendwo zwischen den Pinakotheken notgelandet ist? Nun, eine wirkliche Antwort darauf könnte wohl nur dieser selbst geben, und wer weiß, ob so etwas jemals passiert. Aber man kann sich ja trotzdem mögliche Antworten überlegen, und genau das wird beim diesjährigen Kunstareal-Fest passieren. Und zwar in Form einer "Schnitzeljagd" für Kinder, die für den Alien zudem einen Namen finden sollen. Diesen wird er später auch im Kinderbuch tragen, das als Resümee dieser Aktion Ende 2021 erscheinen soll.

Eine schöne Idee, die gar nicht so abgehoben ist wie sie klingt. Denn "Neulinge" an das Münchner Kunstareal mit seinen Museen, Kultureinrichtungen und Hochschulen heranzuführen, das war schon immer ein wesentlicher Ansporn, der hinter dem Kunstareal-Fest steckt.

Von 16. bis 21. Juli findet es heuer zum inzwischen fünften Mal in der Maxvorstadt statt und ist mit "Blickpunkte" überschrieben. Weit mehr als 100 kostenlose Veranstaltungen an knapp 40 Orten sind geplant unter diesem Motto, das insofern recht gut gewählt ist, als das Kunstareal-Fest nicht zuletzt wegen Corona tatsächlich ein paar neue Perspektiven und Formate mit sich bringt.

Dazu gehört, dass das Programm, das in Anwesenheit von Bernd Sibler, Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, und der Zweiten Bürgermeisterin Katrin Habenschaden im Hof der Glyptothek vorgestellt wurde, zum ersten Mal eine Woche lang dauern wird anstatt nur zwei Tage. Außerdem wird es neben Vor-Ort-Veranstaltungen auch zahlreiche Online-Events, das heißt Workshops, Gespräche oder virtuelle Führungen geben. Eine komplette Übersicht findet man im Internet unter kunstareal.de.

Zu den analogen Programmpunkten gehört ein interaktiver Wasserpavillon, den Jeppe Hein für den Vorplatz des Lenbachhauses entworfen hat. Vor dem Ägyptischen Museum gibt es eine Klanginstallation, in der Gabelsbergerstraße wird eine Virtual-Reality-Version des Hieronymus-Bosch-Gemäldes "Der Garten der Lüste" präsentiert. Es finden Konzerte der Musikhochschule statt und natürlich kann man, wie jedes Jahr, sämtliche Ausstellungen kostenlos besuchen. Karten sind dafür trotzdem nötig, die man wie für alle anderen Indoor-Veranstaltungen seit heute über Münchenticket buchen kann.

Als Infopoint soll der "Pavillon 333" dienen, der sich zwischen der Pinakothek der Moderne und dem Türkentor befindet und täglich von zehn bis 18 Uhr geöffnet wird. Viel Programm also, um endlich wieder die "kulturellen Akkus aufzuladen", wie es Kathrin Habenschaden bei der Programmvorstellung formuliert hat. Nun müssen nur noch die Corona-Zahlen und das Wetter mitspielen.

© SZ vom 01.07.2021/kafe, van
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