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Familie in München:Stadt plant App für Kitas und Eltern

Wie kann die Kommunikation zwischen Kitas und Eltern verbessert werden? Eine App soll helfen.

(Foto: Catherina Hess)

Krankmeldungen von Kindern erledigen, Infos zu Ausflügen oder Schließtage der Kita anzeigen: Was das neue Angebot alles können soll.

Von Kathrin Aldenhoff

Münchens städtische Kitas sollen eine eigene App bekommen. Ein Kind krankmelden, die Eltern über den nächsten Zoobesuch informieren und im Kalender die Schließtage und die Termine für Sommerfest und Weihnachtsfeier anzeigen - so etwas soll die App können. "Wir fordern für die städtischen Kitas seit längerem eine Kita-App, wie sie andere Träger bereits einsetzen", sagt Daniel Gromotka, Vorsitzender des Gemeinsamen Elternbeirats der städtischen Horte und Tagesheime.

Wichtig sei, sagt Gromotka, dass die App multifunktional ist, dass sie also vom Träger, dem Kita-Personal und den Eltern entsprechend genutzt werden kann. Die Gemeinsamen Elternbeiräte der Stadt München haben vor einigen Tagen die Eltern in einem Newsletter aufgerufen, sich mit Vorschlägen an sie zu wenden, welche Funktionen so eine App haben sollte. Denkbar seien zum Beispiel Essenspläne, ein monatlicher Überblick über Betreuungsgebühren und Verpflegungsgeld und ein Forum für den Austausch zwischen den Eltern, sagt Gromotka.

Gerade was die Übersicht über die Abrechnung der Kita-Gebühren angeht, sieht Gromotka Handlungsbedarf. Es müsse eine monatliche, digital erstellte Abrechnung für alle Eltern geben, fordert er. Gerade in der Corona-Zeit, als Kitagebühren teilweise erstattet wurden, sei es für die Eltern nur noch schwer nachzuvollziehen gewesen, welche Beträge von der Stadt München wann abgebucht und gegebenenfalls wieder zurückgebucht wurden. Damit sei es auch schwierig, einen stimmigen Betrag über die Betreuungskosten für die Steuererklärung anzugeben, sagt Gromotka. Auch diesen Überblick könnte eine App geben.

Die Vorschläge zu den Wunschfunktionen wollen Daniel Gromotka und seine Kollegen vor der Sommerpause an das Referat für Bildung und Sport (RBS) weitergeben. "Die App sollte so schnell wie möglich kommen", meint er. Weitere Funktionen könnten dann ja immer noch ergänzt, die App weiterentwickelt werden. "Wir haben bald das Jahr 2022, man hätte so etwas schon vor ein paar Jahren aufsetzen können."

Am Donnerstag hat auch die CSU-Fraktion im Stadtrat einen Antrag für eine Münchner Kita-App gestellt, die Stadtratsfraktion von FDP und Bayernpartei hatte bereits Anfang Mai einen Antrag zur Digitalisierung der Kitas gestellt und darin ebenfalls ein App gefordert. Wann diese nun für die 450 städtischen Kitas aber tatsächlich kommt, ist noch nicht klar. Das Bildungsreferat teilt mit, dass die LHM Services GmbH mit der Entwicklung beauftragt worden sei. Aufgrund der Komplexität des Vorhabens könnten jedoch noch keine Aussagen zum Zeitpunkt der Pilotierung der App getroffen werden.

Andere Träger dagegen nutzen bereits Kita-Apps, auch in den App-Stores gibt es mehrere Angebote; Kita Info-App, Care oder Kindy heißen diese und haben ähnliche Funktionen. Die Kita Info-App zum Beispiel wird nach eigenen Angaben auf der Homepage bereits von rund 6000 Kitas genutzt.

© SZ vom 19.07.2021
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