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Munitionsfund in Freimann:Hausbesitzerin muss 45 000 Euro bezahlen

Der Garten von Melitta Meinberger ist bei der Bergung verwüstet worden.

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Zehn Tonnen explosive Munition aus dem Zweiten Weltkrieg waren aus dem Garten von Melitta Meinberger geborgen worden. Jetzt ist klar: Sie muss sich an den Kosten beteiligen.

Von Heiner Effern

Die Eigentümerin des Hauses am Zwergackerweg in Freimann, in deren Garten im Jahr 2017 zehn Tonnen explosive Munition aus dem Zweiten Weltkrieg geborgen wurden, muss sich mit etwa 45 000 Euro an den Kosten beteiligen. Das beschloss der Stadtrat nach Informationen der SZ in nicht-öffentlicher Sitzung. Er folgte damit dem Vorschlag von Kreisverwaltungsreferent Thomas Böhle. Die Höhe des Anteils orientiert sich an den Beträgen, die Nachbarn an der Oberen Hausbreite, einem direkt angrenzenden Grundstück, im Jahr 2012 für die Beseitigung von Munition gezahlt hatten.

Die ebenfalls betroffene Melitta Meinberger wehrte sich gegen eine Kostenbeteiligung auf ihrem Grundstück am Zwergackerweg zunächst gerichtlich, verlor aber den Prozess. Die Stadt sieht darin auch einen Grund für die hohen Gesamtkosten. Diese belaufen sich auf etwa 1,7 Millionen Euro. 1,15 Millionen übernahm der Bund, knapp 400 000 die Stadt. Damit sind noch etwa 170 000 Euro offen, von denen Meinberger gut ein Viertel zahlen muss. Dazu muss sie nach derzeitiger Rechtslage selbst für die Sanierung ihres verwüsteten Gartens aufkommen. Dagegen will sie allerdings klagen.

© SZ vom 17.06.2020/heff/vewo

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