Warnstreik im öffentlichen Dienst:Tausende Beschäftigte des Freistaats streiken

Warnstreik im öffentlichen Dienst: Starkes Zeichen: die Kundgebung auf dem Odeonsplatz.

Starkes Zeichen: die Kundgebung auf dem Odeonsplatz.

(Foto: Uwe Lein/dpa)

Die Gewerkschaft Verdi fordert 10,5 Prozent mehr Gehalt - und droht bei einem Scheitern der Verhandlungen mit "Streiks ohne Wenn und Aber".

Mehrere Tausend Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in Bayern haben in München für eine bessere Bezahlung demonstriert. Rund 12 000 Menschen nahmen nach Angaben der Gewerkschaft Verdi und der Polizeigewerkschaft GdP am Dienstag an dem Warnstreik teil - darunter Beschäftigte von Unikliniken, Hochschulen, Staatstheatern, Finanzämtern und Polizei.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) habe sich bislang weggeduckt, obwohl der Verhandlungsführer auf Arbeitgeberseite erklärt habe, dass die Landesbeschäftigten Wohngeld beantragen sollten, wenn ihr Einkommen nicht zum Leben reiche, sagte der Verdi-Geschäftsführer für München und Region, Heinrich Birner, laut Mitteilung. Der bayerische Ministerpräsident müsse sich jetzt erklären, ob er seine Beschäftigten auch derart demütigen wolle.

Verdi kündigte zudem "Streiks ohne Wenn und Aber" an, sollte es in der kommenden dritten Verhandlungsrunde für den öffentlichen Dienst der Länder keine Einigung geben. Im Tarifstreit für die bundesweit rund 1,1 Millionen Angestellten der Länder fordert Verdi 10,5 Prozent Gehaltserhöhung, mindestens aber 500 Euro mehr im Monat.

Die dritte Verhandlungsrunde beginnt an diesem Donnerstag (7. Dezember) in Potsdam. Die Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) unter dem Vorsitz von Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) hält die Forderungen für viel zu hoch und nicht bezahlbar.

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