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Politik in München:Stadt soll sich in Clubs einmieten

Clubs in der Corona-Krise

Seit Beginn der Corona-Krise ist das Harry Klein leer - wie alle anderen Clubs der Stadt auch.

(Foto: dpa)

Damit wollen SPD und Grüne die Branche unterstützen. Bei vielen Betreibern geht es wegen der Corona-Krise ums Überleben. Auch die Gastronomie soll gestärkt werden.

Leere Ränge, leere Tanzflächen und leere Kassen - die Folgen der Corona-Krise werden von Tag zu Tag greifbarer. Bei nicht wenigen Unternehmen geht es zurzeit ums Überleben. Um die Gastronomie, den Tourismus, das Nachtleben und die Kultur in München zu stärken, haben die Stadtratsfraktionen von SPD/Volt und Grüne/Rosa Liste ein Paket von vier Dringlichkeitsanträgen für den Wirtschaftsausschuss am kommenden Dienstag eingereicht.

Der Gastronomie könnten etwa flexible und erweiterte Öffnungszeiten dabei helfen, einen Schichtbetrieb der Gäste zu ermöglichen und so die Hygienemaßnahmen besser einzuhalten. Die Stadt solle sich beim Freistaat dafür einsetzen. Auch die Nutzung von Straßenraum wie zum Beispiel der Leopold- und Ludwigstraße für den Gastronomie-, Club-, und Kulturbetrieb soll an Wochenenden ermöglicht werden.

Grün-Rot setzt sich zudem für eine "schnelle und faire" Bearbeitung der Anträge auf Soforthilfe ein. Außerdem solle die Stadt etwa an Hauseigentümer appellieren, den Pacht- und Mietzins "wo und wann immer möglich zu stunden, zu reduzieren oder zu erlassen". Um Clubs gezielt zu unterstützen, könnten deren Räumlichkeiten von der Stadt für Sitzungen gemietet werden. Man könne damit einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass die "vielfältige Münchner Kultur- und Gastronomieszene auch nach dieser weltweiten Krise wieder zu dem besonderen Münchner Flair zurückfinden kann", heißt es.

© SZ vom 22.05.2020 / kel/fema
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Von Laura Kaufmann

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