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Lokalrunde:Ösi-Aus und Wohlfahrt-Nachschlag

Künftig gibt's nur noch Ösiwein: Von der Österia bleibt nur der Weinladen an der Falkenstraße.

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Die Österia in der Au schließt Ende März - wegen der ausufernden Bürokratie, wie der Wirt sagt.

Dafür, dass die Österreicher die größte Gruppe unter den in München lebenden Ausländern stellen, gibt es erstaunlich wenige österreichische Restaurants hier. Und jetzt macht auch noch eines der wenigen zu. Die Österia an der Taubenstraße war viele Jahre lang eine Institution, nicht nur in der Au. Der Wirt Nickel Fischer sagt, den Gedanken, aufzuhören, trage er nun schon seit einem Jahr mit sich herum: "Man hat mit so einem Lokal ja dauernd Ärger mit der Bürokratie, und man findet nur noch schwer Personal." Seine Konsequenz: Ende März ist Schluss, danach ist die Österia Geschichte. Leider auch das lobenswerte Angebot, den Wein auch als Sechzehntelportion anzubieten, was der Kostproben-Autor Alois Gudmund bereits 2007 sehr positiv vermerkte: "So kann der Gast sich durch repräsentative Teile des Sortiments probetrinken, ohne hinterher unangenehm aufzufallen." Den zum Lokal gehörenden Weinladen Ösiwein ums Eck in der Falkenstraße 29 wird es übrigens weiterhin geben. Der wird nur renoviert und etwas aufgepeppt, danach verkauft er wieder österreichischen Wein aus praktisch allen Anbaugebieten. In die Räume des Restaurants wird nach dem Umbau eine Mikrobrauerei einziehen, in der man das Bier direkt verkosten kann. Auch kleine Speisen will der Brauer dazu anbieten (Österia, nur noch bis Ende März, Taubenstraße 2, Telefon 62 48 99 24, www.oesteria.de).

Wenn ein Drei-Sterne-Koch außer Haus für 200 Menschen kocht, dann ist das kaum das Gleiche wie im eigenen Restaurant für 30 Gäste. Weil man Harald Wohlfahrt aber sonst kaum noch am Herd erleben kann, ist die Nachfrage nach Events mit ihm als Gastkoch sehr groß. Im Wirtshaus am Rosengarten ist er am 27. März zu Gast, und nun gibt es noch einen Nachschlag am Tag darauf (Wirtshaus am Rosengarten, Westendstraße 305, Samstag, 28. März, 18 Uhr, Menüpreis 159 Euro, Telefon 57 86 93 00).

© SZ vom 21.02.2020
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