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Au/Haidhausen:Temporär flanieren

Gebsattelberg in München, 2020

Die Gebsattelbrücke soll demnächst und vorübergehend zur reinen Spielstraße werden.

(Foto: Robert Haas)

Weißenburger Straße und Gebsattelbrücke sollen zu Nachbarschaftsstraßen werden

Geht es nach den Stadtteilpolitikern der Au und Haidhausens, dann sollen die Weißenburger Straße und die Gebsattelbrücke im Sommer zu Nachbarschaftsstraßen werden, in denen Autos gar nicht oder nur eingeschränkt verkehren. Die zwei Vorschläge hat der Bezirksausschuss (BA) dem Rathaus unterbreitet. Zudem beantragte das Gremium, vier Straßenabschnitte in der Oberen Au ebenfalls temporär für Autos zu sperren. Laut Stadtrat sollen von Ende Juli bis Ende September bis zu 15 Nachbarschaftsstraßen ausgewiesen werden.

Bei der Weißenburger Straße sei ein verkehrsberuhigter Bereich angedacht, in dem Autos nur in Schrittgeschwindigkeit fahren dürfen, sagt BA-Vorsitzender Jörg Spengler (Grüne). Die Gebsattelbrücke, die als Hochstraße über den Gebsattelberg führt, solle dagegen zur echten Spielstraße und damit für Fahrzeuge gesperrt werden. Geplant sei ein "Angebot zum Spielen für Kinder oder einfach zum angenehmen Aufenthalt im Freien", heißt es im Antrag der SPD-Fraktion. "Während dieser Zeit können die Anwohner/innen zum Beispiel Tische für ein gemeinsames Abendessen oder ein Planschbecken für Kinder aufstellen."

Jeder BA soll bis zu zwei Nachbarschaftsstraßen vorschlagen. Das Au/Haidhauser Gremium regte aber noch weitere Projekte an - angestoßen von einem Bürgerantrag. So hatten Anwohner aus der Oberen Au gefordert, dort vier Straßenabschnitte als Nachbarschaftsstraßen auszuweisen. "Im Vergleich zu Haidhausen haben wir Nachholbedarf im Bereich Flanier- und Ausgehmöglichkeiten." Beantragt wurde, dass die Straßenabschnitte vor dem Maria-Theresia-Gymnasium zwischen Regerplatz und Senftlstraße, vor der Grund- und Mittelschule an der Weilerstraße, vor den Bavaria-Musikstudios an der Schornstraße sowie die Sieboldstraße vor dem Gelände des TSV München-Ost zu temporären Spielstraßen werden. Für diesen Antrag an die Stadt fand sich eine Mehrheit im BA.

© SZ vom 18.07.2020 / stä

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