Massenschlägererei Bayern-Ultras attackieren Löwen-Fans

Nicht alle Fußballfans sind gewltbereit, aber manche wie diejenigen, die am Isartor randaliert haben. Das Bild zeigt Ultra-Fans des FC Bayern München beim Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern vor der Allianz Arena.

(Foto: Beate Wild)
  • 30 bis 40 FC-Bayern Ultras gingen auf Löwen-Ultras los, die in einer Bar am Isartor feierten; es kam zu einer Massenschlägerei.
  • Als die Polizei eintraf, waren alle Schläger und Verletzte schon geflüchtet.
Von Thomas Schmidt

Die Gesichter vermummt, in den Fäusten bengalische Fackeln: Einer Gruppe gewaltbereiter FC-Bayern-Anhänger stand kurz vor Heiligabend nicht der Sinn nach einem friedlichen Fest. Wie die Polizei erst jetzt berichtet, gingen in der Nacht auf den 24. Dezember 30 bis 40 Schläger auf eine Gruppe Löwen-Ultras los, die gerade im Mamasita am Isartor einen Geburtstag feierte.

Scheiben brachen, es kam zu einer Massenschlägerei. Vermutlich wurden dabei mehrere Personen erheblich verletzt, doch so genau weiß die Polizei das nicht, denn als sie am Tatort eintraf, waren alle Verletzten schon verschwunden.

Laut Polizei marschierten die BayernUltras gegen 0.20 Uhr geschlossen zum Mamasita und belagerten das Restaurant. Den Gästen - unter ihnen auch zahlreiche Unbeteiligte - und dem Personal gelang es zunächst, sich zu verbarrikadieren und die Angreifer draußen zu halten.

Daraufhin schlugen die Bayern-Anhänger auf die Glasfront der Gaststätte ein, warfen womöglich Gegenstände auf die Scheiben, bis sie zerbarsten. Dabei richteten sie einen Schaden von etwa 20 000 Euro an. Nachdem die Scheiben zu Bruch gegangen waren, liefen die Angreifer davon. Nun aber nahmen die Löwen-Ultras die Verfolgung auf.

In der Nähe der Gaststätte lieferten sich die beiden Gruppen dann eine heftige Schlägerei, laut Zeugenaussagen gingen mehrere Beteiligte zu Boden. Bis die Polizei eintraf, rannten oder humpelten die meisten Schläger davon. Zwölf Bayern-Anhänger konnten jedoch festgenommen werden. Ihnen wird gefährliche Körperverletzung, schwerer Landfriedensbruch und Sachbeschädigung vorgeworfen.

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