bedeckt München 16°

Ludwigsvorstadt/Isarvorstadt:Sport unter freiem Himmel

Basketball und Volleyball sind auf der Theresienwiese im Programm

Von Birgit Lotze, Ludwigsvorstadt/Isarvorstadt

Die Politiker im Stadtviertel haben den Beschluss des Wirtschaftsausschusses des Stadtrats, den Circus Krone in diesem Sommer mit einem tierfreien Programm auf die Theresienwiese zu holen, mit Freude aufgenommen. Seit Jahren versucht der Bezirksausschuss (BA) Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt mit seinem Anliegen, keine Wildtiervorführungen auf der Theresienwiese zuzulassen, bei der Stadt durchzudringen. Erst waren es nur die Grünen, inzwischen ist auch die CSU dabei.

Tiere würden im Zirkus nicht artgemäß und tiergerecht gehalten, lautet das Argument. Anfang Juli hatten sich die Stadtviertelpolitiker einstimmig gegen ein öffentliches Löwen-Training gewandt, das der Chef des Referates für Arbeit und Wirtschaft (RAW), Clemens Baumgärtner (CSU), als Teil des "Sommers in der Stadt" in Aussicht gestellt hatte. "Wir wünschen uns, dass der Circus Krone sich von seiner Wildtierhaltung und -zucht verabschiedet", sagte der Fraktionssprecher der Grünen Arne Brach im BA. Diese Tierhaltung sei nicht zeitgemäß. Andere europäische Länder hätten da längst mit Verboten und Einschränkungen reagiert.

Mit anderen Ankündigungen von RAW-Chef Baumgärtner für das Programm auf der Theresienwiese während der Sommerferien waren die Stadtviertelvertreter durchaus einverstanden: Palmengarten, Boulderwand, Kunst, Sport und Spiel. Sie forderten lediglich, dass Ergänzungen möglich sein sollten. Denn nicht allen Vereinen sei es wegen der Corona-Pandemie möglich gewesen, schon fertige Konzepte zu präsentieren. Die BA-Mitglieder legten ihrer Stellungnahme ein Grobkonzept des Bayerischen Volleyball-Verbands bei, der mit dem MTV offene Trainings auf drei Beachvolleyball-Feldern anbieten würde. Und den Vorschlag einer Event-Agentur aus dem Westend, die einen "urbanen Hindernis-Lauf" einrichten will. Des Weiteren laufe eine Anfrage an die Basketball-Abteilung des FC Bayern, hieß es in der Sitzung. Auch das Sportamt arbeite an weiteren Ideen. Unter der Bavaria soll unter freiem Himmel ein Freizeit-Sport-Programm angeboten werden.

© SZ vom 15.07.2020

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite