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Terror:Das Dorf und die Bombe

ATTENTAT AUF SIEMENS-MANAGER UNGEKLÄRT

Augenzeugen berichten von einer 20 Meter hohen Stichflamme, als die Bombe explodierte.

(Foto: dpa)

Ein RAF-Kommando ermordete 1986 den Atomphysiker Karl-Heinz Beckurts in der Nähe von München. Der Forscher hatte sich für die friedliche Nutzung von Atomenergie ausgesprochen. Bis heute bleibt es ein Rätsel, wer die Bombe gezündet hat.

Eine ohrenbetäubende Explosion zerriss die Morgenluft am 9. Juli 1986 in Straßlach. Kurz zuvor war der Siemensmanager und Atomphysiker Karl Heinz Beckurts wie jeden Tag gegen halb acht Uhr in seinen Firmenwagen gestiegen. Am Steuer saß sein Chauffeur Eckhard Groppler. Mit etwas Abstand folgte dem blaugrauen 7er BMW ein beigegelber Wagen mit zwei Personenschützern. Die Fahrt endete nach nur 800 Metern: Eine Bombe detonierte kurz nach dem Ortsausgang, Augenzeugen berichteten von einer 20 Meter hohen Stichflamme. Das Auto wurde quer über die Straße geschleudert und blieb als Wrack in einer Böschung liegen. Beckurts und Groppler waren sofort tot. Wenig später fanden Ermittler ein Bekennerschreiben der terroristischen Roten Armee Fraktion (RAF), doch bis heute ist unklar, wer die Täter waren.

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