Mobilität:Planegg halbiert die Leihrad-Flotte

Mobilität: Planegg tritt auf die Bremse: Künftig soll es nur noch halb so viele Räder geben.

Planegg tritt auf die Bremse: Künftig soll es nur noch halb so viele Räder geben.

(Foto: Florian Peljak/)

Die MVG-Räder wurden nicht so häufig genutzt wie erwartet. Deswegen soll es von 2025 an nur noch 48 statt 95 geben.

Von Rainer Rutz, Planegg

Die Gemeinde Planegg wird ihr Angebot an Leihrädern der Münchner Verkehrsgesellschaft MVG 2025 halbieren und auch keine Pedelecs einführen. Dieser Empfehlung des Rathauses hat eine Mehrheit der Gemeinderäte zugestimmt. Martina Argyrakis vom Umweltamt hatte berichtet, dass der Landkreis München, die Landeshauptstadt München, der MVG und der MVV nach zehn Jahren nun das Bike-Sharing-System weiterentwickeln wollten und im gesamten MVV-Raum anbieten. Gleichzeitig zieht sich der Landkreis aus der Finanzierung zurück.

Wie sich in der Diskussion herausstellte, war das Angebot in Planegg offenbar überdimensioniert und wurde letztlich auch nicht ausreichend genutzt. Bislang gibt es in der Gemeinde elf Standorte mit insgesamt 95 Fahrrädern. Rund 12 000 Mal wurden die Fahrräder im Jahr 2022 ausgeliehen, laut Argyrakis eine leichte Steigerung zum Vorjahr. Das MVG-Rad werde fast ausschließlich für Pendelzwecke genutzt. Dabei gehe es fast immer "um die letzte Meile" - also von der Omnibushaltestelle oder S-Bahnhaltestelle zum Arbeitsplatz oder umgekehrt.

Für die Gemeinde ist der Verleih nicht ganz billig: Das Betriebskostendefizit betrug im vergangenen Jahr 63 000 Euro, die Hälfte davon trug allerdings noch der Landkreis. Künftig müssen pro mechanischem Rad im Jahr 700 Euro Leasing-Gebühr aufgebracht werden, die schnelleren elektrischen Pedelecs, auf die man verzichten will, würden 1250 Euro kosten. Nach dem Vorschlag der Verwaltung soll es von 2025 an nur noch 48 Räder geben. Die Kosten für die Gemeinde belaufen sich also auf 33 600 Euro.

Michael Book (CSU) hatte nachgerechnet und war zu dem Ergebnis gekommen, dass die Gemeinde im vergangenen Jahr "für jeden Nutzer 15 Euro" draufgelegt habe. Dies hält er für unverhältnismäßig, "denn immerhin sind das ja Kosten für den Steuerzahler". Die CSU-Fraktion wollte die Zahl der Räder deshalb künftig auf 38 reduzieren. Bei Stimmengleichheit wurde dieser Vorschlag allerdings abgelehnt.

Die Ausleihstellen bleiben die alten: Bahnhof-Ost, Otto-Pippel-Straße, Kettelerstraße, Ruffiniallee, Behringstraße, Martinsried-Nord, Kopernikusweg, Röntgenstraße, die Max-Planck-Institute, die Universität und das IZB.

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