Kultur:Wienerlied und Weltmusik

Kultur: Das Duo "Die Strottern", hier bei einem Auftritt in Lenggries, will das Wienerlied so entstauben, dass es auf der ganzen Welt verstanden wird

Das Duo "Die Strottern", hier bei einem Auftritt in Lenggries, will das Wienerlied so entstauben, dass es auf der ganzen Welt verstanden wird

(Foto: Manfred Neubauer/)

In Oberhaching beginnt der Vorverkauf für die neue Kultursaison. Zwei Höhepunkte sind der Auftritt von "Die Strottern" und Bernd Lhotzkys gemeinsames Konzert mit Quadro Nuevo und Birgit Minnichmayr.

Von Laura Geigenberger, Oberhaching

Auf einen bunten Mix mit viel Musik dürfen sich Kulturfreunde beim diesjährigen Frühlingsprogramm des Oberhachinger Kulturamts einstellen. Auftakt macht das Format "Musik und Antipasti", bei dem musikalisches und kulinarisches Vergnügen eine genussvolle Liaison eingehen: am 6. März zu den Klängen von Lisa Wahlandts Jazz- und Pop-Klassikern, am 17. April mit dem finnischen Energiebündel Tuija Komi, die mit ihrer Band ein musikalisches Feuerwerk aus Jazz, Pop, Tango und Weltmusik zünden wird.

Ein Heimspiel haben am 9. März die Oberhachinger Chöre mit dem einheimischen Kammerorchester, sie spielen Carl Orffs "Carmina Burana". Gänsehaut ist garantiert, wenn 200 Chormitglieder inklusive Kinderchor und fast 50 Orchestermusiker die Halle der Grundschule Deisenhofen mit Orffs spektakulären Klängen erfüllen. Ebenfalls gespannt sein darf man auf das Trio aus Sänger Alexander Puhrer, Pianistin Senka Brankovic und Erzähler Helmut Mooshammer mit ihrer Version der "schönen Magelone" (21. April), in der sie Johannes Brahms Komposition mit Ludwig Tiecks Erzählung zu dieser Liebesgeschichte verbinden.

Österreichisch wird's im Anschluss mit dem preisgekrönten Duo "Die Strottern" (10. Mai). Ihre Mission: das Wienerlied musikalisch und inhaltlich so gründlich entstauben, dass es auf der ganzen Welt verstanden wird. In der Woche darauf, am 16. Mai, präsentiert zudem Jazzsängerin Nina Plotzki mit "De tout mon coeur" ein wahrhaftes Herzensprojekt: eine Reise in die Welt des American Songbook, bei der sich unter die fein verlesenen Lieblingsstücke auch Eigenkompositionen mischen.

Bereits zum 17. Mal organisiert Pianist Bernd Lhotzky am 23. und 24. April das Oberhachinger Jazz-Festival. Erwartet wird unter anderem sein international bejubelte Projekt "As An Unperfect Actor". In eindringlicher Weise hat Lhotzky eine Sonett-Auswahl von Shakespeare neu vertont und wird diesen - gemeinsam mit dem Weltmusikensemble Quadro Nuevo sowie Burgschauspielerin Birgit Minichmayr - neues Leben einhauchen. Am zweiten Abend bietet das prominent besetzte Dan Barrett Sextett klassischen Swing; mit von der Partie ist unter anderem der bekannte Tenorsaxofonist Enric Peidro.

Im Bereich Kabarett macht Helmut Schleich (16. März) in seinem siebten Soloprogramm "Das kann man so nicht sagen", was er will - kein Abend gleicht dem anderen, denn sein Vorbild ist die Regierung. Und auf eine aufregende Expedition durch die Fauna und Flora des Staatswesens führt Philipp Weber am 10. April mit "Power to the Popel". Schließlich lehrte uns schon Aristoteles: Der Mensch ist ein "Zoon politikon", ein politisches Tier. Daneben gibt es auch noch Kino für Groß und Klein, Ausstellungen und ein Kinderprogramm.

Der Vorverkauf für das neue Programm startet am 22. Februar um 17 Uhr, online und bei allen Vorverkaufsstellen. Informationen unter www.oberhaching.de/Kulturamt.

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