Nahverkehr:Neue Verbindung nach München

Expressbus der MVG in München, 2014

Der X30 gehört zu den ersten Expressbussen in der Stadt.

(Foto: Stephan Rumpf)

Ein Expressbus verbindet von 2023 an Putzbrunn und Sendling.

Von 2023 an schafft der Landkreis München mit dem Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) eine neue Expressbuslinie, die von Putzbrunn über Ottobrunn und Unterhaching den östlichen und südlichen Landkreis mit der Landeshauptstadt verbinden wird.

Die neue Linie mit der Bezeichnung X204 ist als klassische Tangentiale angelegt, startet im Gewerbegebiet Putzbrunn, durchquert die Ottobrunner Ortsmitte, fährt den S-Bahnhof Unterhaching und in der Stadt die U-Bahnhöfe Candidplatz sowie Brudermühlstraße an und endet an der Kirche St. Achaz in Mittersendling. Geplant ist, den neuen Expressbus - nach der Linie X200 vom Ostbahnhof bis ins Gewerbegebiet Taufkirchen/Ottobrunn die zweite ihrer Art im Landkreis - zunächst fünf Jahre lang fahren zu lassen. Allerdings ruft die Art des Antriebs nicht nur Begeisterung hervor.

Kritik am Dieselbus

In der jüngsten Sitzung des Mobilitätsausschusses des Kreistags störte sich FDP-Kreisrat Manfred Riederle daran, dass der X204 als Dieselbus in Betrieb gehen soll. "Ich stelle schon infrage, ob das zu unseren Klimazielen passt, wenn wir auf dieser Linie einen konventionellen Dieselbus fahren lassen", sagte Riederle. Vielmehr müsse doch geprüft werden, ob auf dieser Trasse nicht ein alternativer Antrieb sinnvoller sei, argumentierte der Unterschleißheimer. Dem hielt Landrat Christoph Göbel (CSU) entgegen, die Planung etwa einer elektrifizierten Linie benötige eine gewisse Vorlaufzeit, wie auch der Aufbau der Infrastruktur.

"Jetzt geht es aber darum, dass die Linie so schnell wie möglich bedient werden kann. Und die Linie würde überhaupt nicht bedient, wenn wir jetzt eine andere Antriebstechnik einfordern würden", so der Landrat. Andere Techniken aber würden natürlich auch nach Inbetriebnahme weiter geprüft.

SPD-Fraktionschef Florian Schardt sagte, auch unter Klimaaspekten sei dieses Vorgehen nun genau richtig; 2028 würden die Techniken in ihrer Entwicklung dann auch viel weiter sein, sagte Schardt. "Wir müssen auch aufpassen, dass wir nicht bei jeder Kleinigkeit eine Klimabilanz aufstellen", so der Sozialdemokrat.

© SZ vom 22.09.2021 / müh/belo
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