Bürgermeisterwahl in Kirchheim:Grüne und Wählergemeinschaft nominieren gemeinsamen Kandidaten

Bürgermeisterwahl in Kirchheim: Bekommt es nun doch mit mindestens einem Gegenkandidaten zu tun: Kirchheims kommissarisch amtierender Bürgermeister Stephan Keck (SPD), der seit der Wahl des CSU-Politikers Maximilian Böltl (links) in den Landtag die Amtsgeschäfte im Rathaus führt.

Bekommt es nun doch mit mindestens einem Gegenkandidaten zu tun: Kirchheims kommissarisch amtierender Bürgermeister Stephan Keck (SPD), der seit der Wahl des CSU-Politikers Maximilian Böltl (links) in den Landtag die Amtsgeschäfte im Rathaus führt.

(Foto: Florian Peljak)

Die beiden Gemeinderatsfraktionen wollen bei der Entscheidung über die Nachfolge von CSU-Rathauschef Maximilian Böltl das Feld nicht alleine der SPD und deren Kandidaten Stephan Keck überlassen.

Von Anna-Maria Salmen, Kirchheim

Die Wahl des neuen Kirchheimer Bürgermeisters könnte doch noch spannend werden: Nachdem bislang nur der stellvertretende und aktuell amtierende Bürgermeister Stephan Keck (SPD) seine Kandidatur erklärt hat, kündigen nun die Grünen und die Vereinigte freie Wählergemeinschaft (VfW) an, einen gemeinsamen Bewerber aufzustellen. Wer das sein wird, wollen die beiden Gruppierungen vor der Nominierungsversammlung am kommenden Wochenende nicht verraten.

Die Neuwahl des Rathauschefs wird nötig, weil der bisherige Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU) im Oktober in den Landtag gewählt wurde. Bis zur Neuwahl am 25. Februar führt sein Stellvertreter Keck die Amtsgeschäfte. Geht es nach Böltl, soll das auch danach so bleiben: Der CSU-Politiker hat seinen Stellvertreter von der SPD zum Wunschnachfolger erklärt, seine Partei folgt dieser Empfehlung und verzichtet auf einen eigenen Kandidaten.

Grüne und VfW wollen das Feld hingegen nicht SPD und CSU überlassen. "Es ist ein demokratischer Prozess und es wäre schade, wenn es nur einen Bewerber gäbe", sagt Grünen-Gemeinderat Christian Zenner. "Wir wollen den Bürgern die Möglichkeit geben, sich zu entscheiden." Bei der Kommunalwahl im Jahr 2020 hatten die beiden Parteien jeweils eigene Kandidaten ins Rennen geschickt. Für die Grünen hatte damals ihr Gemeinderat Rüdiger Zwarg 13,0 Prozent der Stimmen geholt, Wolfgang Heinz-Fischer von der VfW kam auf 12,1 Prozent.

Mit der Einigung auf einen gemeinsamen Kandidaten wollen die beiden Gruppierungen nun ein Zeichen setzen, wie Zenner sagt. "Auch kleine Fraktionen sind bereit, Verantwortung zu übernehmen." Gemeinsam habe man immerhin ein Viertel der Mandate im Gemeinderat inne. Die Aufstellungsversammlung von Grünen und VfW zur Nominierung eines Bürgermeisterkandidaten findet am Samstag, 2. Dezember, in der Gaststätte Lucano in Kirchheim statt und beginnt um 11.30 Uhr.

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