Weiterführende Schulen Der Run auf die Gymnasien hält an

Neu und schon zu klein: Das Gymnasium in Ottobrunn kann nicht alle Schüler aufnehmen, die es besuchen wollen.

(Foto: Claus Schunk)

Knapp 2140 Fünftklässler sind an den 14 Gymnasien im Landkreis angemeldet - fast genauso viele wie im Vorjahr. Die neue Schule in Ottobrunn muss sogar Kinder abweisen.

Von Elisabeth Gamperl

Noch acht Wochen bis zu den Sommerferien. Doch während sich die Schüler auf sechs unterrichtsfreie Wochen freuen, wird in den Rektoraten bereits das kommende Schuljahr vorbereitet. An den Gymnasien sind seit Kurzem die Einschreibungen vorbei und diese zeigen: Es bleibt eng im Landkreis.

Annähernd 2140 Kinder wechseln im September von der Grundschule auf eines der 14 Gymnasien zwischen Unterschleißheim und Schäftlarn - so viele sind derzeit für die fünften Klassen eingeschrieben. Das sind fast genau so viele wie im vergangenen Schuljahr. Damit ist die Situation im Landkreis etwas entspannter als in der Stadt. An den Münchner Gymnasien haben sich 4952 Schüler angemeldet, 3,4 Prozent mehr als im Vorjahr.

Spitzenreiter ist Garching mit 210 Schülern

Die höchste Zahl an neuen Fünftklässlern im Landkreis München verzeichnet das Werner-Heisenberg-Gymnasium in Garching. 210 Schüler im Alter von etwa zehn Jahren werden dort voraussichtlich im Herbst die Schulbank drücken. 93 von ihnen werden 2017 an das Gymnasium in Ismaning wechseln, sobald dieses fertiggestellt ist. Rund 180 Fünftklässler zählt dieses Jahr Neubiberg - das sind genauso viele wie im Jahr zuvor. Schulleiterin Gabriele Langer nimmt im Ernst-Mach-Gymnasium Haar 187 neue Schüler unter ihre Fittiche.

Auch im Jahr davor waren es ungefähr genauso viele. Mit 181 Einschreibungen heuer wie im Vorjahr ist auch das Gymnasium in Unterschleißheim weiter ganz vorne mit dabei. Das Gymnasium Kirchheim erwartet derzeit 163 Schülern für September. Es können aber noch Zuweisungen kommen, heißt es aus dem Sekretariat. Im Schuljahr 2015 waren es am Ende 198 Schüler - 22 Prozent mehr.

"Die Schule ist fünfzügig gebaut worden, sodass wir an die Obergrenze gebunden sind

Auch am Lise-Meitner-Gymnasium in Unterhaching ist die Zahl der Neuzugänge groß: 169 sind es dieses Jahr, elf mehr als im vergangenen Jahr zum gleichen Zeitpunkt. In Ottobrunn sind es dieses Mal 159 Fünfklässler. 21 Schüler konnten aufgrund der begrenzten Kapazitäten nicht aufgenommen werden, wie Schulleiter Achim Lebert sagt. "Die Schule ist fünfzügig gebaut worden, sodass wir an die Obergrenze von 160 Schülern gebunden sind", so der Direktor. Im Vorjahr beliefen sich die Anmeldungen auf 156 Schüler.

Im Mittelfeld liegen Schulen wie Oberhaching, wo gerade der Probeunterricht stattfindet. 131 Kinder sind bisher aufgenommen, zehn mehr als voriges Jahr. In Höhenkirchen-Siegertsbrunn sind es 122 Schüler. Von diesen wurden 45 von ihren Eltern für den musischen Zweig angemeldet. Das freut Schulleiterin Claudia Gantke, sind es doch 15 mehr als noch 2015.

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Anders im Isartal: Am Otfried-Preußler-Gymnasium in Pullach werden heuer 20 Fünftklässler weniger gezählt als noch vor einem Jahr - nämlich 100 statt 120. Weniger als hundert hat das Pater-Rupert-Mayer-Gymnasium in Pullach. 90 Fünftklässler werden an dem kirchlichen Gymnasium im September höchstwahrscheinlich aufgenommen.

Das Gymnasium des Klosters in Schäftlarn hat derzeit 77 Schüler und ist damit die Schule mit der geringsten Zahl an Neuanfängern. Jedoch können sich die Grundschüler dort noch bis Schulanfang anmelden. Das ist an den staatlichen Gymnasien anders, wo die Frist mittlerweile vorbei ist. Rund 370 neue Fünftklässler zählen die beiden Gymnasien im Würmtal, das Kurt-Huber-Gymnasium in Gräfelfing und das Feodor-Lynen-Gymnasium in Planegg zusammen.