Naherholung:Mehr Platz am Fidschi

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Naherholung: So ruhig wie auf diesem Bild, geht es am Heimstettener See nur außerhalb der Badesaison zu.

So ruhig wie auf diesem Bild, geht es am Heimstettener See nur außerhalb der Badesaison zu.

(Foto: Claus Schunk)

Liegeflächen, Sportmöglichkeiten und Gastronomie am Heimstettener See sollen ausgeweitet werden.

Von Anna-Maria Salmen, Kirchheim

Aktuell lädt das herbstliche Wetter höchstens noch zu Spaziergängen am Heimstettener See ein, im Sommer herrscht hingegen deutlich mehr Trubel: Wer sich an einem heißen Nachmittag auf eine der Wiesen am Ufer legen will, muss meist lange nach einem freien Platz suchen. Der Fidschi, wie das Gewässer von den Einheimischen genannt wird, zieht immer mehr Besucher und Badegäste an. Deshalb soll das Erholungsgelände zwischen Krichheim, Aschheim und Feldkirchen in den kommenden Jahren erweitert und aufgewertet werden.

Ziel sei es, die Aufenthaltsqualität am See weiter zu erhöhen, sagte Jens Besenthal, Geschäftsführer des Erholungsflächenvereins am Dienstagabend bei der Vorstellung der Pläne im Bauausschuss des Kirchheimer Gemeinderats. Um das zu erreichen, sollen künftig Ruhe- und Aktivzonen klar getrennt werden. Im Norden des Sees etwa sind ein Bolz- und ein Beachvolleyballplatz geplant, wie Landschaftsarchitekt Didier Vancutsem erläuterte. Das Gelände soll dafür ausgeweitet werden, bis auf die Flächen des aktuellen Parkplatzes. Auch im Süden soll Sport möglich sein, zudem wird es hier ausgewiesene Grillzonen geben - das "wilde Grillen", wie Kirchheims Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU) es nennt, soll damit eingeschränkt werden.

Die westliche und östliche Uferseite sind den Worten von Landschaftsarchitekt Vancutsem zufolge hingegen rein für Ruhe und Erholung bestimmt. Insgesamt soll mehr Platz zum Liegen geschaffen werden. Breite Holzdecks direkt am Wasser sollen zum Entspannen einladen. "Für die Abendsonne ist das perfekt", sagte Vancutsem. In die Wiesenflächen sollen Liegebänke eingebaut werden, zudem wollen die Planer den Kiesstrand erweitern, damit nicht so gute Schwimmer ins flache Wasser gehen können. Ähnlich wie am Münchner Olympiasee wird es künftig auch am Fidschi an mehreren Stellen Steinterrassen zum Sitzen und Liegen geben, die in Stufen wie ein Amphitheater zum Wasser führen. Eine dieser Zonen soll sich im Bereich der Gastronomie befinden, die ebenfalls erweitert wird: Die Brauerei Aying will das aktuell nur in der Badesaison genutzte Gebäude zu einer ganzjährig betriebenen Wirtschaft umbauen. Landschaftsarchitekt Vancutsem kündigte zudem an, dass der Biergarten vergrößert werden soll.

Kosten kommen trotz der umfassenden Maßnahmen keine auf die Gemeinden zu, wie Besenthal versicherte: Der Erholungsflächenverein übernehme die gesamte Summe. Bereits im kommenden Jahr sollen die Abwasserleitungen für die neuen Sanitäranlagen gebaut werden. Schrittweise werden dann in den Jahren 2023 und 2024 die Aktiv- sowie die Ruhezonen umgebaut. Verläuft alles nach Plan, sollen die Maßnahmen im Jahr 2025 abgeschlossen sein. Die Planer haben jedoch die Landesgartenschau in Kirchheim 2024 im Blick: "Wir achten schon darauf, dass es hier zu dem Zeitpunkt keine große Baustelle gibt", versprach Besenthal. "Zumindest die wichtigen Bereiche sollen bis dahin schon fertig sein."

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