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Kommunalwahl in Neuried:Dreikampf um den Chefsessel

Schulze Nahrup tritt für die FDP als Bürgermeister-Kandidat an

Oliver Schulze Nahrup (FDP) will Neurieder Bürgermeister werden. Er sehe weder beim Amtsinhaber Harald Zipfel (SPD) noch bei der CSU-Kandidatin Marianne Hellhuber die "Kompetenz für die Lösung der dringendsten Probleme" der Gemeinde, erklärt der Gemeinderat. Das sei der Grund für seine Kandidatur, fügt der promovierte politische Ökonom an. Er wohne seit 15 Jahren in Neuried, sei tief in den Vereinen der Gemeinde verwurzelt und wisse daher, was sich die Neurieder wünschen. "Vieles läuft schon gut", sagt Schulze Nahrup, aber in manchen Bereichen "müssen wir dringend an Stellschrauben drehen". Zum Beispiel bei der Finanzlage der Gemeinde.

Als zentrale Themen nennt Schulze Nahrup die Schaffung bezahlbaren Wohnraums, insbesondere für Gemeindemitarbeiter, sowie die verantwortungsvolle Leitung der Gemeindeverwaltung und ihrer Einrichtungen. Rückenwind erhofft sich die Neurieder FDP, die momentan auch einen Ortsverband gründen will, aus Krailling. Dort stellt die FDP mit Rudolph Haux den Bürgermeister. Ein FDP-Amtskollege in Neuried "würde mich freuen", unterstützt Haux seinen Parteikollegen.

Auf der Kandidatenliste für den Gemeinderat sucht man Schulze Nahrup allerdings vergeblich. Dort stellen die Freien Demokraten auf die ersten drei Plätze den 20-jährigen Politikwissenschaftsstudenten Luis Sanktjohanser auf. Die gemeindliche Kommunikation mit Bürgern und Unternehmern solle "endlich im 21. Jahrhundert ankommen", findet er und fordert eine Digitalisierung der Kommunikation, zum Beispiel mit verschlüsselten E-Mails. Durch eine optimierte Ampelschaltung will er zudem die Umgehungsstraße für Autofahrer deutlich attraktiver machen, mit dem Ziel, die Ortsmitte vom Durchgangsverkehr zu entlasten. Sanktjohanser folgen - ebenfalls auf je drei Plätzen: Unternehmer Mario Opacak, die parteilose Verwaltungsangestellte Doris Sanktjohanser und Personalreferent Patrick Michl. Insgesamt schickt die FDP acht Kandidaten auf 20 Listenplätzen in den Kommunalwahlkampf.

© SZ vom 06.02.2020 / kors
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