Stadtverwaltung:Mehr Personal für Klima und Umwelt

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Das neu geschaffene Referat soll wegen der zahlreichen Aufgaben deutlich um fast 70 Stellen aufgestockt werden.

Von Thomas Anlauf

Das Klima- und Umweltschutzreferat braucht deutlich mehr Geld, um die Herausforderungen zur Klimaneutralität und dem Naturschutz in München auch personell bewältigen kann. "Die ambitionierten Klimaziele aus dem Klimanotstandsbeschluss erfordern personelle Verstärkung" innerhalb des Referats, teilt Klimareferentin Christine Kugler in einer Beschlussvorlage mit. Bislang musste Kugler, die vor einem Jahr das neu geschaffene Referat übernommen hat, aus dem bisherigen Personalbestand des nunmehr verkleinerten Gesundheitsreferats arbeiten. Doch neben der Umsetzung der Klimaschutzziele sollen den Schwerpunkten Naturschutz und Biodiversität eine größere Bedeutung beigemessen werden als im ehemaligen Referat für Gesundheit und Umwelt.

Die Stellen sollen dauerhaft ausgeschrieben werden und umfassen verschiedene Bereiche. Allein für die Steuerungsaufgaben zur Umsetzung der vom Stadtrat beschlossenen Klimastrategie und für die Untersuchungen zur Klimaanpassung benötigt Kugler ein gutes Dutzend Vollzeitstellen. Darüber hinaus geht es darum, die Klimawende auch in den einzelnen Stadtquartieren umzusetzen, etwa durch klimaneutrale Energieversorgung, umweltfreundliche Mobilität und den Ausbau von Grünanlagen.

Die Aufgaben des Klimaschutz- und Umweltreferates umfassen auch Beratung und Vermittlung für Photovoltaikanlagen, der Immissionsschutz wie etwa die Betreuung von genehmigungsbedürftigen Abfallentsorgungsanlagen und das Kaminkehrwesen. Auch das künftige "House of Food" liegt in der Verantwortung des Referats. Dort geht es unter anderem um Nachhaltigkeitsmanagement und nachhaltigen Lebensstil in München.

Ein wichtiger Arbeitsbereich, der bislang beim Planungsreferat angesiedelt war, ist der flächenhafte Naturschutz. Die Münchner Schutzgebiete und Biotope sollen auch mit Gebietsbetreuern ausgestattet werden. Schließlich ist das Referat auch für den Vollzug der Umweltgesetze in Rahmen seiner Verantwortung zuständig.

Insgesamt fordert Referentin Christine Kugler 68,5 Vollzeitstellen für ihr Referat. Von diesem Jahr an sollen zusätzlich knapp 6,7 Millionen Euro ins Klima- und Umweltschutzreferat fließen. "Die Finanzierung kann weder durch Einsparungen noch aus dem eigenen Referatsbudget erfolgen", meint Kugler.

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