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Isarvorstadt/Au:Zweitrangiges Kini-Denkmal

Au will Geld für Ludwig-Büste lieber ins Flussbad stecken

Stadtteilpolitiker aus der Au kritisieren die Pläne, auf der Corneliusbrücke das Denkmal für König Ludwig II. wieder aufzubauen. Die 500 000 Euro, die eine teilweise Wiedererrichtung des Denkmal kosten soll, sind "dringend notwendigeren Objekten vorzuhalten", merken die Lokalpolitiker an. Mit Blick auf dieses und andere Projekte entlang der Isar, beispielsweise das viel diskutierte Flussbad, kommentiert der Vorsitzende des Unterausschuss Planung in der Au und Haidhausen, Heinz-Peter Meyer (SPD): "Bei manchen Dingen habe ich das Gefühl, München sitzt auf einer Ölquelle."

Auf der Corneliusbrücke stand schon einmal eine prachtvolle Denkmalanlage für den bayerischen König, eingeweiht 1910. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Denkmal beschädigt, 1969 schließlich abgerissen. Würde man das ursprüngliche Denkmal samt Treppen, Terrasse und Bronzeskulptur wiederherstellen, würden sich die Kosten laut Machbarkeitsstudie auf fünf Millionen Euro summieren. Die abgespeckte, vom Stadtrat beschlossene Variante soll ein Zehntel davon kosten.

In München gibt es insgesamt "neun Stein- und Bronzebildnisse", die den "Kini" zeigen, teilt das Baureferat mit. Darunter auch eine Kopie des Königshauptes auf der Corneliusbrücke an historischer Stätte. Auch der Originalguss des Kopfes ist heute noch zu sehen, im Nationaltheater. Das wohl prominenteste der Ludwig-Denkmäler ist das Standbildnis in den Maximiliansanlagen. Alles in allem finden die Lokalpoltiker: "Das sollte reichen."