Grünwald/München:Ein Hauch von Hollywood

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Grünwald/München: Mit dem sensationellen Erfolg seines Filmes "Das Boot" wandelte sich das Leben von Wolfgang Petersen. Der Regisseur ging in die USA, er drehte auch in Hollywood.

Mit dem sensationellen Erfolg seines Filmes "Das Boot" wandelte sich das Leben von Wolfgang Petersen. Der Regisseur ging in die USA, er drehte auch in Hollywood.

(Foto: Claus Schunk)

Beim Filmfest-Empfang wird Wolfgang Petersen als Namensgeber für ein Studio geehrt

Von Claudia Wessel, Grünwald/München

Standing Ovations für Regisseur Wolfgang Petersen am Ende des Festakts in Studio 9 der Bavaria Film, das seit wenigen Minuten Wolfgang-Petersen-Halle heißt. Standing Ovations, die verdammt lange andauern, so dass Petersen schon selbst auf seine Uhr schaut und er ein Déjà-vu erlebt: Der Beifallssturm am Dienstagabend beim Empfang zum Filmfest erinnert ihn daran, wie sein Film "Das Boot" 1981 in den USA aufgenommen wurde, nachdem die Kritik in Deutschland zunächst sehr schlecht ausgefallen war. Vor dem amerikanischen Publikum hatte man noch mehr Angst, und es zeigte sich auch vor der Premiere ebenfalls skeptisch - schließlich handelte der Film von einem deutschen U-Boot im Zweiten Weltkrieg auf Feindfahrt. Doch nach zweieinhalb Stunden hatte sich alles verändert.

"Es war so wie heute hier", erinnert sich Petersen. Die Menschen waren begeistert. Doch das Lob wollte Petersen nicht für sich alleine beanspruchen. Hinter dem Namen "Wolfgang-Petersen-Halle" stünden zahlreiche weitere Namen, die am Erfolg seiner Filme beteiligt waren, sagte der Erfolgsregisseur in Grünwald. Am wichtigsten ist ihm Günter Rohrbach. Letzterer war von 1979 bis 1992 Geschäftsführer der Bavaria Film und er stellte Petersen die Frage, die dessen ganzes Leben veränderte: "Möchtest du nicht ,Das Boot' machen?" Zehn Millionen Mark wollte er dafür bereitstellen, es wurden dann 32 Millionen. Petersen nannte noch viele andere Namen von wichtigen Beteiligten am "Boot": etwa Klaus Doldinger, der die Musik zum Film schrieb und am Dienstag auch im Publikum saß, sowie Johannes Nikel (Schnitt), Karl Baumgartner (Spezialeffekte), genannt "Charlie Bum Bum", Jost Vacano (Kamera) und Rolf Zehetbauer (Bauten).

Der Filmfest-Empfang der Bavaria Film mit rotem Teppich fand in diesem Jahr ausnahmsweise nicht in München im Künstlerhaus am Lenbachplatz statt, sondern "daheim". Grund war der 100. Geburtstag des Unternehmens.

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